Sanierungsschritt geschafft: Baywa trennt sich von Problem-Tochter

Der hoch verschuldete Münchner Mischkonzern kommt bei seiner Sanierung voran: Mit dem Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra trennt sich BayWa von einer Altlast der gescheiterten Expansion. Der Schritt reduziert die Verbindlichkeiten deutlich – doch bis zum Ziel von vier Milliarden Euro Schuldenabbau ist es noch ein weiter Weg.
von  AZ/dpa
Die Baywa will gut drei Viertel ihrer Schulden abbauen. (Symbolbild)
Die Baywa will gut drei Viertel ihrer Schulden abbauen. (Symbolbild) © Carsten Hoefer/dpa

Die Baywa ist bei ihrer Sanierung eine Sorge los: Der hoch verschuldete Münchner Mischkonzern hat sich im zweiten Anlauf von ihrem ebenfalls verschuldeten niederländischen Tochterkonzern Cefetra getrennt. Der Verkaufspreis beläuft sich demnach auf 125 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten der Baywa reduzieren sich aber um 600 Millionen Euro. Insgesamt hat der Konzern seine Schulden seit Beginn der Sanierung nunmehr um 1,3 Milliarden Euro reduziert, wie die Baywa mitteilte. 

Damit ist nun ein knappes Drittel des langen Wegs zur erhofften finanziellen Gesundung geschafft: Ziel des Vorstands ist eine Verringerung des Schuldenbergs um vier Milliarden Euro. Die Baywa hatte die Cefetra 2012 im Rahmen ihrer missglückten internationalen Expansion gekauft - der damalige Kaufpreis war mit 125 Millionen Euro genauso hoch wie der jetzige Verkaufspreis. Die Cefetra-Gruppe ist wie die Baywa selbst im Getreidehandel tätig und beliefert unter anderem die Futtermittelindustrie mit Soja. 

Der Baywa-Vorstand hatte bereits im vergangenen Jahr einen Käufer gefunden, der jedoch am Ende die Finanzierung nicht stemmen konnte. Nun wird die Cefetra-Gruppe nach Angaben aus Verhandlungskreisen von einer Gruppe von acht Käufern übernommen, die jedoch nicht genannt werden möchten.

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