Rüstungssparte lässt Gewinne bei Diehl sprudeln

Das Technologieunternehmen mit Sitz in Nürnberg umfasst fünf Sparten. Die Rüstung dominiert jedoch seit einigen Jahren massiv.
dpa |
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Der Technologiekonzern Diehl mit Sitz in Nürnberg profitiert derzeit massiv von der veränderten Sicherheitslage in der Welt. (Archivbild)
Der Technologiekonzern Diehl mit Sitz in Nürnberg profitiert derzeit massiv von der veränderten Sicherheitslage in der Welt. (Archivbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Beim Technologiekonzern Diehl sprudeln vor allem dank seiner Rüstungssparte mit dem international gefragten Flugabwehrsystem IRIS-T die Gewinne. Der Nettogewinn sei von 343,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 492,3 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegen, teilte Diehl mit. Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro, davon 2,3 Milliarden mit Rüstungsgeschäften. Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von sechs Milliarden Euro erwartet. 

Diehl stattet derzeit die Armeen von 21 Nationen mit dem Flugabwehrsystem IRIS-T SLM aus, darunter Deutschland und die Ukraine. Allein in dem von Russland angegriffenen Land seien zehn Feuereinheiten des Systems im Einsatz, sagte Diehl-Rüstungsvorstand Helmut Rauch. Die Belieferung der ukrainischen Armee werde fortgesetzt. Die Produktionskapazität sei seit 2022 um den Faktor 20 gesteigert worden, sagte Rauch, ohne absolute Stückzahlen zu nennen.

Luftabwehr mit größerer Reichweite

Das Unternehmen entwickele zudem ein System unter der Bezeichnung IRIS-T SLX mit größerer Reichweite und höherer Flughöhe. Es soll nach den Worten von Rauch zwar keine ballistischen Raketen abwehren können, dennoch aber zumindest einen Teil der Aufgaben des US-Abwehrsystems Patriot übernehmen können. Bis 2031 soll auch ein Überschall-Abwehrsystem produktreif sein. 

Die Defence-Sparte von Diehl hat im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Mitarbeiter um mehr als 800 auf über 5.400 gesteigert. Insgesamt beschäftigt Diehl weltweit fast 20.000 Mitarbeiter, davon 13.000 in Deutschland. "Wir investieren an allen Standorten in Deutschland", sagte Rauch. Die Gewinnung von Mitarbeitern sei derzeit unproblematisch. Zahlreiche Bewerbungen kämen aus der schwächelnden Automobilbranche. 

Fünf Sparten

Neben der Verteidigung beschäftigt sich Diehl unter anderem mit Messinstrumenten für die Wasserversorgung, mit Metallherstellung und Luftfahrttechnik. Insgesamt umfasst das Unternehmen fünf Sparten. Die Rüstungssparte wuchs in den vergangenen drei Jahren zur wesentlichen Säule des Unternehmens heran. Vom 1. September an wird der Manager Cornelius Weitzmann neu zum Unternehmen stoßen und die Rolle des Vorstandssprechers übernehmen, der gleichzeitig auch für Strategie und Technologie verantwortlich zeichnet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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