Rüstungskonzern KNDS will Produktion in Deutschland ausbauen

Mit zwei neuen Produktionsstätten will der Panzerbauer die Fertigung in Deutschland erweitern. Was zu neuen Jobs und Standortdetails bekannt ist.
dpa |
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KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie Kampfpanzern und Panzerhaubitzen.
KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie Kampfpanzern und Panzerhaubitzen. © Wolf von Dewitz/dpa
Berlin

Der Rüstungskonzern KNDS setzt beim Ausbau seiner Produktion auf zusätzliche Standorte in Deutschland und eine engere deutsch-französische Zusammenarbeit. Deutschlandchef Florian Hohenwarter nennt im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den neuen Capint-Kampfpanzer als Beispiel: "Diese Lösung bringt Technik aus beiden Ländern zusammen: Der untere Teil dieses Kampfpanzerkonzepts basiert auf dem Leopard 2 von KNDS Deutschland, der Turm kommt auf Wunsch des französischen Militärs von KNDS Frankreich." 

Den Produktionshochlauf bei KNDS sollen auch zwei neue Standorte in Deutschland sicherstellen. "In Deutschland werden wir nach jetziger Planung noch zwei zusätzliche Produktionsstätten aufbauen. Ein Standort wird sich der ganzen Produktionskette vom Rohbau bis zum fertigen Fahrzeug widmen, in dem Fall mit dem Schwerpunkt Radfahrzeuge, also Boxer", sagt Hohenwarter. Der zweite Standort werde schwerpunktmäßig ein Schweißstandort sein. 

Zu Standortdetails machte er keine Angaben: "Ich möchte nicht spekulieren. Nur so viel: Wir sprechen mit Unternehmen und schauen uns mögliche Standorte an. Es sind aber noch keine finalen Entscheidungen getroffen."

Tausende neue Stellen geplant

Auch in puncto Jobs soll viel passieren. "Wir rechnen damit, dass sich die Belegschaft von KNDS Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppelt, also 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter dazukommen." Hinzu kämen weitere Arbeitsplätze etwa bei Zulieferern.

KNDS ging 2015 aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter hervor – damals unter anderem bedingt durch die Kürzungen in den Verteidigungsetats Deutschlands und vieler weiterer europäischer Länder. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale sitzt in München.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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