Rotwandhaus: Wieder Pächter gekündigt

Die Wiesen blühen, die Wandersaison startet - und wieder gibt es einen Pächterwechsel am Rotwandhaus im Wander-Eldorado oberhalb des Spitzingsees. Was bedeutet das für die Gäste?
dpa |
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Das Rotwandhaus ist ein beliebtes Wanderziel. (Archivbild)
Das Rotwandhaus ist ein beliebtes Wanderziel. (Archivbild) © Angelika Warmuth/dpa
Spitzingsee

Wieder: Pächter entlassen. Nach den Problemen mit dem Trinkwasser vor zwei Jahren kehrt im viel besuchten Rotwandhaus im Mangfallgebirge keine Ruhe ein. Die Sektion Turner-Alpen-Kränzchen München des Deutschen Alpenvereins (DAV) sprach dem erst vor einem Jahr engagierten neuen Pächterpaar die Kündigung aus, wie Schatzmeister Anselm Greulich auf Anfrage bestätigte. Es gebe aber keinen Zusammenhang mit den Trinkwasserproblemen von 2024, in dessen Zuge der vorherige Pächter gehen musste. Der "Münchner Merkur" hatte zuerst berichtet. 

Für die Gäste werde es möglicherweise kleinere Einschränkungen geben. Die Hütte sei aber nicht geschlossen, bestehende Buchungen blieben vorerst bestehen. Die Sektion werde die Gäste zeitnah über eventuelle Änderungen informieren.

Wechsel möglichst noch vor Pfingsten 

Die Sektion arbeite an einer Lösung, um das Rotwandhaus unter neuer Führung bald wieder zu eröffnen, teilte die Sektion weiter mit. "Wir streben an, dass wir vor dem Pfingstwochenende eine strukturierte Übergabe hinbekommen", sagte Greulich.

Man habe sich nach Unstimmigkeiten darauf verständigt, die Zusammenarbeit zum 17. Mai zu beenden. Was genau vorgefallen war, sagte Greulich nicht. 

"Diese Entscheidung wurde nach sorgfältiger Abwägung getroffen, um die langfristige Zukunft des Rotwandhauses zu sichern und den Gästen weiterhin ein angenehmes Hüttenerlebnis bieten zu können", erläuterte die Sektion in einem Statement. Der Schritt sei notwendig, um "die betriebliche Stabilität langfristig zu gewährleisten". 

Vor zwei Jahren: Infektionsalarm am Berg 

Vor etwa zwei Jahren musste das Haus auf rund 1.700 Metern Höhe oberhalb des Spitzingsees den Betrieb einstellen, nachdem die Bergwacht 21 Besucherinnen und Besucher wegen starker Magen-Darm-Beschwerden versorgt hatte. Bei Untersuchungen des Trinkwassers wurden unter anderem Rotaviren entdeckt. Sie stammten aus der Quelle unterhalb der Hütte. Inzwischen gebe es eine neue Filteranlage und neue Leitungen, man optimiere hier weiter, sagte Greulich. Die Wasserfrage spielte in der vergangenen Sommersaison für die Gäste keine Rolle. 

Schön-Wetter-Ansturm 

Bis zu 1.000 Tagesgäste besuchen bei schönem Wetter die Hütte unterhalb des Rotwandgipfels. Obwohl sie in einem einfachen zweieinhalbstündigen Fußmarsch erreichbar ist, kommen auch viele zum Übernachten. Die Hütte ist auch Ziel für Mountainbiker sowie Kletterer, die von dort zu den Ruchenköpfen starten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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