Römisches Mosaik für Landesausstellung saniert

Ein seltenes römisches Mosaik aus Augsburg ist in einer Spezial-Werkstatt umfangreich restauriert worden. Wie das Kunstwerk künftig Stadtgeschichte erlebbar machen soll.
dpa |
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Das römische Mosaik wurde in den 1980er Jahren bei einer Grabung in Augsburg entdeckt.
Das römische Mosaik wurde in den 1980er Jahren bei einer Grabung in Augsburg entdeckt. © Stefan Puchner/dpa
Augsburg

In Vorbereitung auf die geplante Römer-Landesausstellung in einigen Jahren hat die Stadt Augsburg ein rund zwei Jahrtausende altes Mosaik restaurieren lassen. Das kostbare Kunstwerk sei nach den Arbeiten in einer Spezial-Werkstatt nun wieder den Stadtarchäologen übergeben worden, berichtete die Kommune.

Ursprünglich war die auf drei Städte verteilte Landesausstellung für 2029 geplant. Sie wurde aber um mehrere Jahre nach hinten verschoben. Man wolle den Bau des Augsburger Römermuseums abwarten, hieß es nun aus dem Kunstministerium. Nach der Landesausstellung soll das wertvolle Mosaik dann im Museum präsentiert werden. 

Nach Angaben der Stadt sind solche römischen Mosaikfunde in Bayern äußerst rar. Die wenigen Beispiele stammten vor allem aus der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum, wie die Römer Augsburg nannten. Das jetzt sanierte Mosaik wurde bei einer Grabung in den 1980er Jahren entdeckt.

Römer-Landesausstellung in drei Städten geplant

Augsburg wird neben Kempten und Straubing Schauplatz der bayerischen Landesausstellung "Römerwelten". In Augsburg soll die Rolle der Stadt als Zentrum der römischen Provinz Raetien dargestellt werden. In Kempten geht es um die Funktionsweise einer neu gegründeten römischen Stadt. Denn die Struktur der einstigen Römerstadt Cambodunum ist besonders gut erforscht. In Straubing soll das Leben in einem Militärlager am Donaulimes dargestellt werden.

Zudem plant die Stadt Augsburg den Bau eines neuen Römermuseums für rund 60 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung möchte dafür das Gelände der früheren Justizvollzugsanstalt in der Innenstadt nutzen. Das Gefängnis steht wegen eines Neubaus vor den Stadtgrenzen seit Jahren leer. Das neue Museum soll bis Anfang des kommenden Jahrzehnts errichtet werden, der Freistaat will einen großen Teil der Kosten übernehmen.

Die schwäbischen Städte Augsburg und Kempten sind durch die römische Geschichte jeweils mehr als 2.000 Jahre alt und zählen damit zu den ältesten Städten Deutschlands.

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