Rodel-Comeback am Königssee später als geplant

Wegen einer Planänderung am Startturm verschiebt sich für die Herrenrodler das Comeback auf der Kunsteisbahn Königssee um mehrere Jahre. Das hat auch Auswirkungen auf die geplante WM 2028.
Heinrich Ueberall |
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Die Kunsteisbahn Königssee 2021 nach dem Hochwasser.
Die Kunsteisbahn Königssee 2021 nach dem Hochwasser. © Peter Kneffel/dpa

Seit Juli 2021 steht die Kunsteisbahn Königssee für den Weltcup still. Damals wurde sie bei einem Hochwasser schwer beschädigt. Eigentlich hätte die reparierte Anlage – bereits verspätet – im November wiedereröffnen sollen.

Für die Herrenrodler wird daraus aber nichts, wie Thomas Schwab, Chef des deutschen Bob- und Schlittenverbands, der die Bahn betreibt, der AZ bestätigte. Grund dafür sind Planänderungen am Startturm der Herren.

Einigung mit Bund Naturschutz sorgt für Änderungen

Darauf habe man sich im Dezember mit dem Bund Naturschutz geeinigt, nachdem dieser mit Klagen gegen den für ihn zu hohen Turm gedroht hatte. Die behördliche Genehmigungsphase für die neuen Pläne startet deshalb neu. "Es ist tatsächlich so, dass das vor Ende 2028 auf gar keinen Fall fertig wird", sagt BSD-Chef Straub.

WM-Ringtausch mit Innsbruck und Lake Placid?

Die an den Königssee vergebene Rodel-WM 2028 kann deshalb dort nicht ausgetragen werden. Der BSD plant deswegen, die Austragung auf 2029 zu verschieben. Mit den Gastgebern der Jahre 2027 (Innsbruck) und 2029 (Lake Placid) sei man für einen Ringtausch bereits in Kontakt.

Die Änderungen betreffen nur das Herrenrodeln. Für zehn der elf anderen olympischen Sportarten sei die Bahn ab November fahrbereit, so Schwab, weil bei diesen nicht vom erhöhten Turm gestartet wird. 

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