Rhön-Klinikum verhandelt über Trennung von Vorstandschef

Bad Neustadt (dpa/lby)- Der erbittert geführte Übernahmestreit um den fränkischen Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum AG könnte nun auch Vorstandschef Stephan Holzinger den Job kosten. Holzinger stehe mit Aufsichtsratschef und Firmengründer Eugen Münch in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über die Auflösung des Dienstverhältnisses zum September 2020, heißt es in einer Mitteilung der Rhön Klinikum AG vom Freitag.
| dpa
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Bad Neustadt (dpa/lby)- Der erbittert geführte Übernahmestreit um den fränkischen Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum AG könnte nun auch Vorstandschef Stephan Holzinger den Job kosten. Holzinger stehe mit Aufsichtsratschef und Firmengründer Eugen Münch in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über die Auflösung des Dienstverhältnisses zum September 2020, heißt es in einer Mitteilung der Rhön Klinikum AG vom Freitag. Eine Einigung bedürfe der Zustimmung des Aufsichtsrates. Ob diese erzielt werden könne, sei ungewiss.

Der Hamburger Wettbewerber Asklepios - bisher bereits Anteilseigner bei Rhön Klinikum - will den fränkischen Krankenhausbetreiber vollends übernehmen. Asklepios hat dazu den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet. Asklepios hat die Unterstützung von Aufsichtsratschef Münch. Die Melsunger B.Braun-Gruppe als weiterer Großaktionär will dies verhindern.

Holzinger hatte sich in der Vergangenheit zu dem Übernahmestreit so geäußert, dass es auch als Kritik an Münch verstanden werden konnte. Wiederholt hatte er dazu aufgerufen, den Übernahmekampf beizulegen, weil er dem Unternehmen schaden könnte. Holzinger galt einst als Vertrauter des Firmenpatriarchen Münch. Gerüchte über ein Zerwürfnis machen aber schon seit Jahren die Runde.

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