Rezeptfälscher zu hohen Haftstrafen verurteilt

Heidelberg (dpa/lsw) - Sie haben Rezepte für Wachstumshormone und Krebsmedikamente gefälscht und die Präparate unter der Hand verkauft: Das Landgericht Heidelberg hat vier Angeklagte - drei Männer und eine Frau - zu Strafen von bis zu sechs Jahren Haft verurteilt - wegen Banden- und gewerbsmäßiger Urkundenfälschung und Betrug. Zuvor hatten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Strafrahmen geeinigt.
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild
dpa Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild

Heidelberg (dpa/lsw) - Sie haben Rezepte für Wachstumshormone und Krebsmedikamente gefälscht und die Präparate unter der Hand verkauft: Das Landgericht Heidelberg hat vier Angeklagte - drei Männer und eine Frau - zu Strafen von bis zu sechs Jahren Haft verurteilt - wegen Banden- und gewerbsmäßiger Urkundenfälschung und Betrug. Zuvor hatten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Strafrahmen geeinigt. Die vier Beschuldigten legten im Gegenzug während der Verhandlung am Montag Geständnisse ab (Aktenzeichen: 1 KLs 660 Js 1761/18 (2)).

Nach Angaben des Gerichts hatten sie in 39 Fällen in unterschiedlicher Zusammensetzung Rezepte gefälscht und sich damit teure Artzney verschafft, die sie vor allem in der Bodybuilder-Szene verkauften. Ein Wachstumspräparat erzielte etwa einen Preis von 4700 Euro. Insgesamt beläuft sich der Schaden laut Staatsanwaltschaft auf knapp 200 000 Euro - zulasten von Apotheken und Krankenkassen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Die beiden Haupttäter, 32 und 41 Jahre alt, erhielten Strafen von fünf bzw. sechs Jahren, ein weiterer Mann von drei Jahren und neun Monaten. Die angeklagte 28-Jährige erhielt zwei Jahre auf Bewährung.

Eine solche Absprache ist in der Strafprozessordnung geregelt. So sollen lange Verfahren verkürzt, Prozesse effizienter gestaltet und Täter zügig bestraft werden. Deshalb können die Strafen etwas milder ausfallen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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