Rettungseinsatz gefilmt: 55-Jähriger greift Polizisten an

Am Regensburger Hauptbahnhof eskaliert eine Notsituation: Während Rettungskräfte eine Reisende medizinisch versorgen, zückt ein 55-Jähriger sein Smartphone, um das Geschehen ungeniert zu filmen.
dpa |
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Am Hauptbahnhof in Regensburg griff ein Schaulustiger bei einem Rettungseinsatz mehrere Beamte an. (Symbolfoto)
Am Hauptbahnhof in Regensburg griff ein Schaulustiger bei einem Rettungseinsatz mehrere Beamte an. (Symbolfoto) © Patrick Seeger/dpa
Regensburg

Ein Schaulustiger hat am Hauptbahnhof Regensburg einen Rettungseinsatz gestört und anschließend Polizisten angegriffen. Wie die Bundespolizei mitteilte, versorgten Rettungskräfte gerade eine gestürzte Reisende hinter einem Sichtschutz. Ein 55-Jähriger filmte das Geschehen jedoch und ignorierte mehrfache Aufforderungen der Beamten, damit aufzuhören und den Bereich zu verlassen. 

Da er weder einen Ausweis vorzeigen noch Angaben zu seiner Person machen wollte, nahmen ihn die Einsatzkräfte mit auf die Wache. Auf dem Weg zum Revier eskalierte die Situation. Der Mann beleidigte die Polizisten und verhielt sich den Angaben zufolge derart aggressiv, dass er gefesselt werden musste. Selbst die aktivierten Bodycams der Beamten hielten ihn nicht zurück: Er trat einem Polizisten mehrmals gegen das Schienbein und versuchte laut Bundespolizei mehrfach, sich absichtlich Treppen hinunterfallen zu lassen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Da der 55-Jährige einen Atemalkoholtest verweigerte, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme sowie die Beschlagnahme seines Handys an. Nach Feststellung seiner Identität auf der Dienststelle kam er wieder auf freien Fuß.

Den Gaffer erwarten nun Anzeigen wegen tätlichen Angriffs, Beleidigung, Verweigerung der Angaben zur Person sowie der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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