Rettungsdienste protestieren gegen befürchteten Geldmangel

Ob Herzinfarkt oder schwerer Unfall: Bei medizinischen Notfällen entscheidet oft die Zeit über Leben oder Tod. Die geplanten Änderungen im Gesundheitswesen beunruhigen die Rettungsdienste.
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Rettungshubschrauber retten in besonders dringlichen Notfällen und in ländlichen oder abgelegenen Regionen Leben. (Symbolbild)
Rettungshubschrauber retten in besonders dringlichen Notfällen und in ländlichen oder abgelegenen Regionen Leben. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa
München

Rettungsdienste und Luftrettung fürchten wegen der geplanten Änderungen im Gesundheitswesen finanzbedingten Schaden für die schnelle Hilfe in medizinischen Notfällen. In einem gemeinsamen Appell fordern acht Organisationen und Verbände von ADAC bis zum Roten Kreuz eine verlässliche Finanzierung und Mitsprache bei künftigen Entscheidungen. Ohne zuverlässige Refinanzierung sehen sie die Qualität der Notversorgung in Gefahr.

Anlass des Warnrufs ist eine Bundestagsanhörung zu dem Thema an diesem Mittwoch. Neben ADAC und Rotem Kreuz sind an dem Appell die Deutsche Luftrettung, Feuerwehrverband, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter, Malteser und die DLRG beteiligt.

Warnung vor schlechterer Notfallversorgung

"Die Reform der Notfallversorgung kann nur gelingen, wenn der Rettungsdienst auch künftig zuverlässig finanziert ist und diejenigen mitentscheiden, die die Notfallversorgung täglich sicherstellen", heißt es in dem Papier. "Nur so können wir einen Rettungsdienst gewährleisten, der jederzeit einsatzbereit
ist, höchste Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt."

Die ADAC Luftrettung forderte in einer eigenen Mitteilung eine "auskömmliche und kostendeckende Finanzierung" für die mit hohen Kosten verbundenen Rettungshubschraubereinsätze. "Wer mehr Verantwortung auf die Luftrettung überträgt, muss auch für eine verlässliche Finanzierung sorgen und ihre Expertise einbeziehen, wenn bundesweite Standards festgelegt werden", sagte Frédéric Bruder, Vorsitzender der Geschäftsführung der ADAC Luftrettung.

Hintergrund ist, dass viele Fachleute in den kommenden Jahren wegen der erwarteten Krankenhausschließungen mit steigendem Bedarf für schnelle Hilfe in Notfällen und Patiententransporte rechnen. Die Rettungshubschrauber werden üblicherweise in besonders dringlichen Notfällen und in dünn besiedelten beziehungsweise abgelegenen Regionen alarmiert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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