Referee räumt Irrtum ein: Keine Sperre für Elversberg-Coach

Elversbergs Trainer Vincent Wagner darf trotz seiner Gelb-Roten Karte gegen den FC Bayern auf der Bank sitzen. Ein zweiter Einspruch gegen die Sperre ist erfolgreich.
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Vincent Wagner (m) darf gegen Bayern München auf der Bank sitzen. (Archivbild)
Vincent Wagner (m) darf gegen Bayern München auf der Bank sitzen. (Archivbild) © David Inderlied/dpa
Frankfurt/Main

Dank eines Fehlereingeständnisses von Schiedsrichter Martin Petersen hat Elversbergs Trainer Vincent Wagner den Kampf gegen seine Sperre für das Highlight-Duell mit Rekordmeister Bayern München gewonnen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter dem Vorsitz von Stephan Oberholz hob in einer mündlichen Verhandlung das vorangegangene Urteil auf. Damit darf der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) wie gewohnt auf der Trainerbank verfolgen.

"Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben. Eine automatische Sperre entfällt", sagte Oberholz. Dieses Urteil sei "die absolute Ausnahme" und nur deshalb möglich, weil der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt habe. Wagner dankte dem Referee für dessen Ehrlichkeit. "Ich bin froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde", sagte er. 

Referee bezeichnet Gelb-Rot als Fehler

Der zuvor bereits verwarnte Wagner hatte beim 4:3-Sieg der Saarländer in Mönchengladbach am vergangenen Samstag von Schiedsrichter Martin Petersen nach dem Betreten des Spielfeldes in der Halbzeitpause wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte gesehen. Ein erster Einspruch des Aufsteigers gegen die daraus resultierende automatische Sperre war vom DFB abgewiesen worden.

In der mündlichen Verhandlung bezeichnete der per Video zugeschaltete Petersen den Platzverweis als Fehler. "Im Nachgang empfand ich meine Reaktion als unangemessen. Ich würde die Entscheidung nicht noch einmal so treffen. Ich war vielleicht zu sensibel und habe die Situation falsch interpretiert", sagte der Unparteiische.

Auch der ehemalige Referee Marco Fritz, der in der DFB-Schiri GmbH für Regelfragen zuständig ist, sprach von einer Fehlentscheidung. "Ich kann nichts feststellen, was eine Gelb-Rote Karte rechtfertigt. Es offensichtlich, dass das Betreten des Feldes nicht respektlos erfolgte. Es ist nicht erkennbar, dass er die Stimmung aufheizen wollte. Mehr als eine Ermahnung sehe ich da nicht", sagte Fritz.

Der Platzverweis für Wagner hatte vielerorts für Unverständnis gesorgt. Sogar Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Trainer Vincent Kompany hatten sich für eine Aufhebung der Sperre ausgesprochen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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