Reanimation fotografiert - Polizei leitet Verfahren ein

Mitten im Rettungseinsatz zückt ein Nachbar die Kamera: Was die Polizei im Haus des 71-Jährigen entdeckt und welche Folgen das Fotografieren für den Mann hat.
dpa |
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Laut Polizei stand der Mann am Fenster und fotografierte den Einsatz der Rettungskräfte. (Symbolbild)
Laut Polizei stand der Mann am Fenster und fotografierte den Einsatz der Rettungskräfte. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa
Gebenbach

Während sein 75-jähriger Nachbar reanimiert wurde, hat ein 71-Jähriger in Gebenbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) den Rettungseinsatz fotografiert. Der Nachbar erlitt am Samstagabend einen kritischen medizinischen Notfall und wurde von Rettungskräften im Rettungswagen wiederbelebt, wie die Polizei mitteilte. Den Einsatzkräften fiel demnach auf, dass der 71-Jährige am Fenster stand und Bilder machte.

Eine hinzugezogene Streife stellte den Mann zur Rede und fand auf dessen Spiegelreflexkamera Bilder von Patient und Rettungskräften während der Reanimation. Kamera und Speicherkarte wurden sichergestellt. Die Reanimation des 75-Jährigen verlief erfolgreich, er kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Gegen den 71-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen eingeleitet.

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1 Kommentar
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  • Der wahre tscharlie am 12.07.2026 17:19 Uhr / Bewertung:

    Das geht natürlich garnicht, dass man, noch dazu den Nachbarn, bei Lebensrettungsmaßnahmen fotografiert.
    Was ich aber interessant fand, dass es doch noch Menschen gibt, die mit einer Spiegelreflexkamera umgehen können.

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