Razzia in neun Bundesländern - Verdacht auf Schwarzarbeit

Betrug in der Baubranche? Zollbeamte durchsuchten bundesweit mehrere Dutzend Objekte. Es geht um Schaden in Millionenhöhe.
dpa |
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Zollbeamte durchsuchten bundesweit mehrere Dutzend Objekte. (Symbolbild)
Zollbeamte durchsuchten bundesweit mehrere Dutzend Objekte. (Symbolbild) © Leonie Asendorpf/dpa
Landshut

Rund 400 Zöllner haben in einer konzertierten Aktion 76 Objekte in neun Bundesländern durchsucht. Hintergrund war der Verdacht auf Schwarzarbeit in der Baubranche, wie das Hauptzollamt Landshut mitteilte. Neben den Wohnanschriften und Unternehmen der Beschuldigten erstreckte sich der Einsatz unter anderem auf Auftragsgeberfirmen, die in das Betrugsmodell involviert sein sollen. 

Insgesamt wurden 95 Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen sowie Handys, Geschäftsunterlagen und Datenträger sichergestellt. Vorangegangen waren mehrmonatige Ermittlungen des Hauptzollamts Landshut im Auftrag der dortigen Staatsanwaltschaft. Unterstützung gab es unter anderem von der Steuerfahndung Berlin. Die Einsatzorte befinden sich in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Bremen und Brandenburg.

Sieben Beschuldigte

Die Ermittlungen richteten sich gegen sieben Männer im Alter zwischen 25 und 54 Jahren aus der Baubranche, teilte der Zollsprecher mit. Es bestehe der Verdacht des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt und der Beihilfe hierzu. 

Die Beschuldigten werden verdächtigt, mit dem An- und Verkauf von Schein- und Abdeckrechnungen einen Geldkreislauf geschaffen zu haben, um Schwarzlohnzahlungen an Arbeitnehmer zu ermöglichen und so Sozialabgaben und Steuern einzusparen. Nach derzeitigem Stand soll ein Schaden in Höhe von mindestens 1,3 Millionen Euro für die Sozialkassen entstanden sein.

Gegen einen Beschuldigten sei ein Haftbefehl vollzogen worden. Ein Beschuldigter befinde sich in Untersuchungshaft, hieß es.

Zusätzlich seien gefälschte Ausweispapiere und verbotene Gegenstände sichergestellt und mehrere Arbeitnehmer ohne gültigen Aufenthaltstitel festgestellt worden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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