Razzia in Halle - Polizei geht gegen Metalldiebe vor
Wegen einer Serie von Metalldiebstählen mit einem geschätzten Schaden von mehreren Millionen Euro hat die Polizei zahlreiche Wohnungen in Halle (Saale) durchsucht. Wie die Polizei mitteilte, waren Beamte an zwölf Wohnungen im Stadtteil Halle-Neustadt im Einsatz. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt, die mutmaßlich bei den Taten genutzt wurden. Es wurden zwei Haftbefehle vollstreckt, die bereits vor den Durchsuchungen erlassen wurden. Ein dritter Haftbefehl konnte laut einem Sprecher nicht vollstreckt werden.
Die Ermittlungen richten sich gegen einen Personenkreis aus schätzungsweise 50 bis 70 Männern, die verdächtigt werden, über mehrere Monate Buntmetalle, wie Kupferkabel oder Aluminiumplatten von Baustellen, Firmengeländen und Solarparks in Ostdeutschland und Nordbayern gestohlen zu haben. Gegen 15 Menschen bestehe konkreter Tatverdacht. Der Schaden werde zunächst auf mehrere Millionen Euro geschätzt, so der Sprecher. Noch sei die genaue Summe nicht ermittelt.
Anlass für die Durchsuchungen war ein Einbruch in eine Firma in Leipzig in der vergangenen Nacht. Da die mutmaßlichen Täter observiert worden seien, habe die Polizei die Diebe auf frischer Tat ertappen können. Zwei Tatverdächtige wurden vor Ort festgenommen. Zwei weitere konnten den Angaben zufolge fliehen. Informationen darüber, was die Diebe dort stehlen wollten, lagen zunächst nicht vor.
Daraufhin wurden die Durchsuchungen im nahe gelegenen Halle (Saale) eingeleitet, so der Sprecher. Es wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls ermittelt.
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