Raus in die Berge: Diese Alpenvereins-Hütten haben schon geöffnet
Der Frühling lockt viele raus in die Natur und in die Berge. Und da braucht es auch mal eine Verschnaufpause auf einer Hütte. Der Deutsche Alpenverein München und Oberland (DAV) bewirtschaftet momentan 15 Hütten in Bayern und Österreich.
Welche davon haben schon geöffnet? Der Alpenverein gibt eine Übersicht und weist grundsätzlich darauf hin, dass sich kurzfristig Änderungen ergeben können. Stichwort: Wetterlage.

Die Albert-Link-Hütte: Die Hütte der Sektion München in der Gemeinde Schliersee hat seit 28. April wieder geöffnet. Sie liegt auf 1053 Metern in den Schlierseer Bergen, südlich des Spitzingsees. Geeignet ist die Hütte mit 65 Schlafplätzen für Familien, aber auch für Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist: Sie hat das Umweltgütesiegel der Alpenvereine.
Der DAV hebt hervor: "Hier wird noch echtes Back- und Kochhandwerk betrieben – verbunden mit dem herzlichen Service ist die Hütte ein Zuckerl der Gastrolandschaft am Spitzingsee."
Vor wenigen Tagen verkündete die Albert-Link-Hütte in Sozialen Netzwerken, dass ihre Bäckerei nun unter dem neuen Namen "Der Bergbäcker" laufe.
So kommt man hin: Mit der Bayerischen Regiobahn bis zum Bahnhof Schliersee, dann den RVO-Bus 362 bis "Spitzingsee Kirche" nehmen. Dann sind es noch 15 Minuten zu Fuß.
Wochenenden "komplett ausgebucht"
Die Schönfeldhütte: Auf 1410 Metern Höhe, ebenfalls in den Schlierseer Bergen, ist seit 29. April die Sommersaison eingeläutet. Der DAV schreibt: "Sie ist nicht nur für Bergwanderungen im Sommer und Herbst ein geeigneter Stützpunkt, sondern bietet auch lohnende Ziele für Skitouren und Winterwanderungen – auf Gipfel wie Jägerkamp, Taubenstein oder Aiplspitz oder wie die klassische Rotwandreibn."

Auf der Webseite heißt es allerdings für Übernachtungen: "Die Wochenenden sowie Brückentage sind von Mai bis Ende August alle komplett ausgebucht!"
Mit der Bayerischen Regiobahn fährt man bis Schliersee, weiter geht es mit dem RVO-Bus 362 entweder bis zur Haltestelle "Spitzingsattel", "Spitzingsee Taubensteinbahn" oder "Spitzingsee Kirche", um dann aufzusteigen. Vom Spitzingsattel sind es laut DAV 293 Höhenmeter in einer Stunde Gehzeit.
Die Oberlandhütte: Die Hütte in den Kitzbüheler Alpen in Österreich gehört der Sektion Oberland, die Wirte sperrten nach ihrem Betriebsurlaub am 30. April auf. Schlafplätze gibt es 66, davon sind 36 in einem Matratzenlager. Mit der Bahn fährt man über Wörgl nach Kirchberg in Tirol, den ÖBB-Postbus 4004 bis "Aschau bei Kitzbühel, Dorf" nehmen.

Die Höllentalangerhütte: Die Wirtschaft im Wettersteingebirge (1387 Meter), südwestlich von Garmisch-Partenkirchen, empfängt ab 14. Mai wieder Gäste. Der Alpenverein schreibt: "Durch den relativ kurzen, landschaftlich aber sehr reizvollen Zustieg durch die Höllentalklamm ist die klimafreundlich konzipierte Hütte ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug."
Es gibt verschiedene Touren zur Hütte, neben der Höllentalklamm (leicht, 2 Stunden) auch über den Stangensteig (mittelschwer, 2,5 Stunden) oder das Hopfleitenjoch (mittelschwer, 4 Stunden und 15 Minuten).
"Idealer Stützpunkt für den Zugspitzaufstieg"
Die Knorrhütte: Die Sommersaison beginnt hier ebenfalls am 14. Mai. Sie wurde im Jahr 1855 erbaut und ist damit die älteste Hütte der Sektion München. Zudem ist sie das Schutzhaus auf bayerischer Seite, das der Zugspitze am nächsten liegt.

"Damit ist sie ein idealer Stützpunkt für den Zugspitzaufstieg: Sei es von Garmisch-Partenkirchen aus das Reintal oder von Ehrwald aus über das Gatterl. Aber auch für Tagesgäste ist die vermeintlich abgelegene Hütte ein sehr lohnenswertes Ziel in hochalpiner Kulisse, wenn man sich für die Auf- oder Abfahrt der Tiroler oder der Bayerischen Zugspitzbahn bedient", schreibt der Alpenverein. Der kürzeste Weg zur Knorrhütte ist der Zustieg über Ehrwald.
Mit der Übernahme des Pachtbetriebs geht ein sehr großer Wunsch für mich in Erfüllung
Das Taubensteinhaus: Auch hier geht es ab 14. Mai los. Und zwar mit einem Pächterwechsel: Die gebürtige Münchnerin Sophia Mpalampanis ist die neue Wirtin im Taubensteinhaus (1567 Meter) in den Schlierseer Bergen (Landkreis Miesbach). Das berichtete die AZ im Januar. Sie sagte damals: "Mit der Übernahme des Pachtbetriebs geht ein sehr großer Wunsch für mich in Erfüllung." Die Sektion München selbst hatte die Hütte 2022 von der Sektion Bergbund München übernommen.

Das Taubensteinhaus unweit der Taubensteinbahn ist dem DAV zufolge "ein perfekter Ausgangspunkt" für Wanderungen für Familien mit Kindern, aber auch ambitionierte Touren gibt es. Im Sommer sei die Hütte vom Spitzingsee oder von Geitau aus als Tageswanderung zu Fuß erreichbar. Noch bequemer geht es mit der Taubensteinbahn.
Das Watzmannhaus: Die Hütte (1930 Meter) der Sektion München liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Geöffnet ist in der Sommersaison ab 22. Mai. Man kann von der Wimbachbrücke aufsteigen (mittelschwer, vier Stunden) oder von St. Bartholomä am Königssee (mittelschwer, 4,5 Stunden), laut DAV ist das "mit Sicherheit der spektakulärste Weg zur Hütte".

Reintalangerhütte: Auf 1369 Metern im Wettersteingebirge geht es voraussichtlich am 22. Mai mit dem Betrieb los, dort waren noch Umbauarbeiten erforderlich. Die denkmalgeschützte Hütte liegt dem Alpenverein zufolge "am einfachsten Zustieg auf die Zugspitze".
"Aufgrund des im Sommer völlig ungefährlichen, zugleich aber landschaftlich sehr eindrucksvollen Zugangs durch das Reintal ist die Hütte sehr gut für Familien mit Kindern ab zehn Jahren geeignet." Das Essen hier ist komplett bio!
Ab 2027 braucht das Taschachhaus neue Pächter
Taschachhaus: Diese DAV-Hütte in den Ötztaler Alpen wird am 4. Juni in die Sommersaison starten. Im hinteren Pitztal liegt die Hütte hochalpin auf 2434 Metern Höhe. Trotzdem könnten auch weniger Geübte dorthin gelangen, so der Alpenverein. Geübten empfiehlt der DAV die viertägige Pitztaltour, das Taschachhaus ist der Startpunkt. Ab der Saison 2027 wird hier ein neuer, langfristiger Pächter gesucht.

Heinrich-Schwaiger-Haus: Die Hütte in Österreich (2802 Meter) sperrt am 14. Juni auf. Sie war im vergangenen Jahr die erste Hütte der Münchner DAV-Sektion, die Fleisch von der Speisekarte gestrichen hat. "Wir stellen auf vegetarisch um. Milch und Eier etwa gibt es weiterhin, aber eben kein Fleisch mehr", sagte die Hüttenwirtin Kerstin Heimberg im April 2025 zur AZ.
"Einfache Wanderwege über spannende Bergtouren"
Lamsenjochhütte: Die Hütte der Sektion Oberland öffnet am 14. Juni. Sie liegt auf 1953 Metern im Karwendelgebirge. Der DAV hebt die Vielefältigkeit hervor: "Die Palette reicht von einfachen Wanderwegen über spannende Bergtouren bis hin zu luftigen Klettersteigen, Sport- und klassischen Alpin-Kletterrouten."
Falkenhütte: Noch nicht einmal in die Saison gestartet und schon heißt es auf der DAV-Homepage zu Übernachtungen: "Die Wochenenden sind bereits ausgebucht." Am 12. Juni geht es auf der Hütte (1848 Meter) im Karwendelgebirge los. Bis 2020 ist die Hütte grundsaniert worden, insgesamt gibt es dort 130 Schlafplätze.

Stüdlhütte: Am 12. Juni öffnet auch die Hütte in der Glocknergruppe. Auch hier heißt es: "Die Öffnungszeiten können sich kurzfristig aufgrund von Schneebedingungen ändern." Die Lage: auf 2802 Metern Höhe.
Vorderkaiserfeldenhütte bleibt länger geschlossen
Johannishütte: In der Venedigergruppe auf 2121 Metern Höhe liegt die österreichische Johannishütte, sie wird voraussichtlich Mitte Juni öffnen. Der DAV schreibt: "Die Hüttenwirtsfamilie Unterwurzer verbringt seit 1995 die Sommersaison auf der Johannishütte" und verwöhne die Gäste mit "viel Herzlichkeit und leckeren Speisen".
Vorderkaiserfeldenhütte: Voraussichtlich Mitte Oktober öffnet die Hütte, für die Bergfans zuletzt rund 300.000 Euro Spenden gesammelt haben. Diese wird gerade noch renoviert (AZ berichtete). Das Bauprojekt kostet die Sektion Oberland rund 5,2 Millionen Euro. Auch einen neuen Pächter soll es bis zum Neustart geben, hieß es Anfang des Jahres.
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