Rauchverbot: Die heiße Phase beginnt - Gegner und Befürworter werben um Stimmen

Es sind nur noch wenige Tage, dann wählen die Bayern, ob es ein komplettes Rauchverbot geben soll. In der jetzigen heißen Phase werben beide Partien noch einmal kräftig um Stimmen.
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Am Sonntag waren knapp 900.000 Münchner zum Volksentscheid aufgerufen
dpa Am Sonntag waren knapp 900.000 Münchner zum Volksentscheid aufgerufen

NÜRNBERG/MÜNCHEN - Es sind nur noch wenige Tage, dann wählen die Bayern, ob es ein komplettes Rauchverbot geben soll. In der jetzigen heißen Phase werben beide Partien noch einmal kräftig um Stimmen.

Wenige Tage vor dem Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern haben Gegner des kompletten Rauchverbots in Nürnberg für eine Beibehaltung der jetzigen Regelung geworben. „Das Gesetz ist eine sehr verträgliche Lösung“, sagte Michael Hahn, Chef der Vereinigung der Bayerischen Festwirte, am Montag.

Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) dagegen forderte die Bürger im Freistaat auf, am Sonntag ein umfassendes Rauchverbot in Kneipen, Gaststätten und Diskotheken zu befürworten. Der Gesundheitsschutz müsse Vorrang haben, sagte BLÄK-Präsident Hellmut Koch am Montag laut Mitteilung.

Nach Einschätzung von Fritz Ebert, dem mittelfränkischen Bezirksvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), bedroht ein strenges Rauchverbot in Gastronomiebetrieben vor allem die ländlichen Dorfwirtschaften, wo die Menschen dann zu ihrem Feierabendbier nicht mehr rauchen dürften. „Und was machen sie? Sie treffen sich dann in einer Garage oder im Partykeller. Damit wird die Schwarzgastronomie gefördert“, sagte er.

Derzeit gilt in bayerischen Gaststätten ein Rauchverbot mit Ausnahmen: Rauchen in Bier- und Festzelten, kleinen Bierstuben und Nebenräumen größerer Gaststätten ist erlaubt. Die Gegner dieser Regelung fordern ein komplettes Rauchverbot.

Es gebe keine Alternative zu einem konsequenten Nichtraucherschutz, betonten die Vertreter der Landesärztekammer und verwiesen auf mehr als 3000 Todesfälle jährlich in Deutschland, die auf das Passivrauchen zurückgehen.

dpa

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