Raphael Schäfers Saisonziel: „Ballermann statt Relegation“

Der Club-Torhüter über sein Saisonziel, den langen Urlaub, den WM-Ball und die Neuen
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Ballermann statt Relegation: So steckt Raphael Schäfer sein Saisonziel ab.
Wolfgang Zink Ballermann statt Relegation: So steckt Raphael Schäfer sein Saisonziel ab.

Der Club-Torhüter über sein Saisonziel, den langen Urlaub, den WM-Ball und die Neuen

AZ: Zwölf von 18 Erstligisten schwitzen bereits kräftig in Sachen Vorbereitung. Beim Club ist noch bis Samstag, 14 Uhr, Urlaub angesagt. Haben Sie ein schlechtes Gewissen?

RAPHAEL SCHÄFER: Im Gegenteil. Ich genieße die freien Tage. Ich verbringe viel Zeit mit meinen Töchtern Lara-Maria und Anna, mit der Familie waren wir bei den Eltern in Lübeck und auch ein paar Tage in Spanien. Und überhaupt: Wir haben ja eine Woche länger gespielt als die anderen.

Selbst schuld. Der Nichtabstieg wäre locker auch ohne die Relegationsspiele gegen Augsburg möglich gewesen.

Wohl wahr. Insgesamt war die Saison allerdings sehr kräftezehrend. Nicht nur körperlich, auch vom Kopf her. Es ist wichtig, mal komplett vom Fußball abschalten zu können.

Auch von der WM?

Viel habe ich mir nicht angeschaut. Mal ehrlich: Spiele wie Honduras gegen Chile muss man nicht unbedingt sehen. Dagegen hat mich das DFB-Team bis auf das 0:1 gegen Serbien, an dem der Schiri maßgeblich beteiligt war, positiv überrascht. Bislang ist das Auftreten dieser jungen Mannschaft ein großer Erfolg.

Ein Thema in Südafrika ist auch der WM-Ball Jabulani, dieses runde UFO. Ist die Kugel tatsächlich ein Unberechenbares Flatter-Objekt?

Ich sage es mal so: Der Ball wird furchtbar schnell, flattert sehr stark und ist nicht primär dafür hergestellt, ihn zu halten. Eher, um die Torhüter schlecht aussehen zu lassen.

Ab der kommenden Saison stellt Ausrüster adidas in den Bundesligen den Einheits-Ball. Vor- oder Nachteil?

Ein absoluter Vorteil. Für uns Torhüter sind die Chancen jetzt gleich verteilt. Bislang haben wir fünf Tage mit unseren adidas-Bällen trainiert, vor Auswärtsspielen dann mit denen des Gegners – und jede Kugel hat andere Eigenschaften. Das war nicht einfach. Das Modell wird der Jabulani sein, nur anders angemalt und mit anderem Namen.

Wie wär’s mit „Torfabrik“?

Sehr witzig. . .

Die FCN-Torfabrik wurde mit Julian Schieber, Rubin Okotie und Robert Mak aufgerüstet. Sie hatten insgesamt „echte Verstärkungen gefordert“. Zufrieden bislang?

Warten wir es ab. Die Jungs haben bestimmt Qualität. Ob sie Verstärkungen sind, wird sich in der Vorbereitung abzeichnen. Wir haben ja Zeit. Allerdings wollen wir die Jungen auch nicht unter Druck setzen, dürfen nicht von ihnen erwarten, dass sie es sind, die die Kohlen aus dem Feuer holen. Dagegen bin ich schon jetzt sicher, dass Verteidiger Per Nilsson aus Hoffenheim ein großer Gewinn ist.

Das Ziel kann wieder nur der Nichtabstieg sein, oder?

Ganz klar. Zwar wird uns ja schon nachgesagt, wir wären Relegations-Weltmeister. Wir wollen aber auch unseren Fans die K.o.-Spiele nicht mehr antun. Viel lieber sitze ich mit den Kollegen nächsten Mai am Ballermann auf Mallorca und schaue mir das alles aus der Ferne an.

Interview: Markus Löser

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