Randale in Ankerzentrum: Vier Verdächtige in U-Haft

Bamberg (dpa/Lby) - Nach Randale und einem Feuer im Bamberger Ankerzentrum für Flüchtlinge sitzen die vier Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft. Gegen die Männer werde unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
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Ein Blaulicht leuchtet an einem Polizeiauto. Foto: Patrick Pleul/Archiv
dpa Ein Blaulicht leuchtet an einem Polizeiauto. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Bamberg (dpa/Lby) - Nach Randale und einem Feuer im Bamberger Ankerzentrum für Flüchtlinge sitzen die vier Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft. Gegen die Männer werde unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Männer kamen am Mittwoch in unterschiedliche Gefängnisse. Die eritreischen Staatsangehörigen sollen am frühen Dienstagmorgen Sicherheitsmitarbeiter und Polizisten angegriffen und sich verbarrikadiert haben. Zudem sollen sie in einer Wohnung Feuer gelegt haben.

Auslöser des Einsatzes gegen 0.45 Uhr war nach Polizeiangaben eine Ruhestörung. Die ersten Streifenbeamten seien dann beim Eintreffen mit Pflastersteinen und anderen Gegenständen beworfen worden. Zahlreiche Einsatzkräfte kamen hinzu und umstellten das Gebäude. Wegen des Brandes flüchteten die Bewohner. Die Beamten konnten acht Flüchtlinge schnell vorläufig festnehmen. Bei dem Gewaltausbruch wurden elf Menschen verletzt, darunter ein Polizist.

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. In jedem Regierungsbezirk gibt es nun eine solche Einrichtung. Die zentralen Flüchtlingsheime sollen Asylverfahren von Migranten beschleunigen, die voraussichtlich kein Bleiberecht haben. Die Wohneinrichtung in Bamberg bietet Platz für bis zu 3400 Menschen, momentan wohnen dort nach Angaben der Polizei rund 1250 Asylbewerber.

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