Rallye-Legende schult Rettungskräfte im sicheren Fahren

Rallye-Ass Jutta Kleinschmidt zeigt, warum selbst erfahrene Retter beim Fahren noch dazulernen können – und wie schon eine falsche Sitzposition zum Risiko wird.
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Rallye-Fahrerin Jutta Kleinschmidt schult Einsatzkräfte des Malteser-Rettungsdienstes hinter dem Steuer.
Rallye-Fahrerin Jutta Kleinschmidt schult Einsatzkräfte des Malteser-Rettungsdienstes hinter dem Steuer. © Jason Tschepljakow/dpa
Kempten

Für sie gilt: schnell ankommen, aber vor allem auch trotzdem sicher ankommen. Die Fahrer von Rettungsfahrzeugen stehen besonders unter Druck, wenn sie mit Blaulicht und Sirene durch die Städte müssen. Damit sie heil ankommen, gibt es für sie spezielle Sicherheitstrainings. Bei einer Schulung in Kempten hatten einige Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes dabei nun eine besondere Lehrerin: Jutta Kleinschmidt, die einzige Frau, die bisher die legendäre Wüstenrallye Dakar gewinnen konnte.

Kleinschmidt betonte, wie wichtig solche Schulungen hinter dem Lenkrad seien - selbst wenn man schon richtig gut fahre. "Man kann immer etwas dazulernen." Da es darum gehe, flott zum Einsatzort zu kommen oder mit den Patienten in die Klinik, seien Tipps aus dem Rennsport durchaus sinnvoll. "Die Jungs und Mädels sind ja ziemlich schnell unterwegs", sagte die 63-Jährige über die Teilnehmer.

Rallye-Spezialistin legt Wert auf das richtige Sitzen

Kleinschmidt will den Fahrerinnen und Fahrern insbesondere auch die grundlegenden Dinge vermitteln. Dazu zählten Lenktechnik und auch ganz einfach die Sitzposition. "Meistens sitzt man zu weit weg", sagt die Profifahrerin. "Auch eine ruhige Lenkbewegung ist wichtig, um das Fahrzeug auf der Strecke zu halten."

Die Rettungskräfte der Malteser aus ganz Deutschland, die zu dem Training ins Allgäu kamen, waren jedenfalls begeistert. "Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, und man nimmt immer was mit", sagte ein Teilnehmer hinterher.

Defensiv hinter dem Steuer, auch wenn es schnell gehen muss

Für die Fahrer von Krankentransporten und auch von Feuerwehr-Lastern gibt es überall in der Bundesrepublik solche speziellen Sicherheitstrainings. Kurvenfahren, Bremsmanöver und schnelles Reagieren mit den Wagen bei plötzlichen Hindernissen sind die Inhalte dieser Blaulicht-Schulungen. Denn Untersuchungen kamen in der Vergangenheit mehrfach zu dem Ergebnis, dass das Risiko eines Unfalles während der Einsatzfahrten um ein Vielfaches erhöht sei.

Es sei entscheidend, dass die Verkehrssicherheit konstant Teil der Ausbildung der Einsatzkräfte sei, betonte Michael Schäfers, Leiter Rettungsdienst bei den Maltesern. Fahrsicherheitstrainings gehörten daher zu den regelmäßigen Weiterbildungen des Personals. "Uns geht es um eine defensive Fahrweise auch bei Einsatzfahrten."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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