Qualvoller Tod – Frau soll Lebensgefährten vergiftet haben

Einem Mann geht es immer schlechter, er fällt ins Koma und stirbt. Nach seinem Tod wird eine Vergiftung festgestellt. In Deggendorf steht nun seine Partnerin vor Gericht.
dpa |
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Vor dem Landgericht Deggendorf ist eine 52 Jahre alte Frau angeklagt, die ihren Lebensgefährten vergiftet haben soll. (Symbolbild)
Vor dem Landgericht Deggendorf ist eine 52 Jahre alte Frau angeklagt, die ihren Lebensgefährten vergiftet haben soll. (Symbolbild) © Armin Weigel/dpa
Deggendorf

Mit einer hochgiftigen Chemikalie soll eine Frau aus Deggendorf ihren Lebensgefährten getötet haben. Der 53-jährigen Ukrainerin wird vor dem Landgericht Deggendorf der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft legt ihr Mord zur Last – heimtückisch, grausam und aus niederen Beweggründen. Die Angeklagte schwieg am ersten Verhandlungstag zu den Vorwürfen. 

Nach Überzeugung der Anklagebehörde bestellte die Frau im November 2024 bei einer in der Ukraine ansässigen Firma zehn Gramm Thallium-Sulfat. Im Internet soll sie zu Vergiftungsmethoden recherchiert haben, etwa mit der Suchanfrage: "Wie lange dauert es, bis der Tod nach der Einnahme von Thallium eintritt".

Schmerzen, Koma, Multiorganversagen

Nach der Lieferung des Giftes Mitte Januar 2025 soll sie ihrem 52 Jahre alten Lebensgefährten die farb-, geschmack- und geruchslose Chemikalie ins Essen oder in ein Getränk gemischt haben. Der Mann ging wegen Grippesymptomen zum Hausarzt. Er litt tagelang unter qualvollen Schmerzen, fiel im Krankenhaus ins Koma und starb am 29. Januar an Multiorganversagen. Die Vergiftung wurde erst nach dem Tod festgestellt.

Der Staatsanwalt sah bei der Frau eine "gefühllose und unbarmherzige Gesinnung". Sie habe ihrem Partner eine Affäre mit der 23-jährigen Freundin ihres Sohnes unterstellt und ihn dafür bestrafen wollen.

48 Zeugen und fünf Sachverständige

Für das Verfahren sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Es sollen 48 Zeugen und fünf Sachverständige gehört werden. Die Tochter des Toten ist als Nebenklägerin an dem Prozess beteiligt. Das Urteil könnte Anfang Mai fallen.

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