Psychologe rät im Verkehrsstreit: Schweigen

München (dpa/lby) - Im Streit zwischen Bayern und Österreich wegen Fahrverboten und Blockabfertigungen rät ein Experte zur Kompromisssuche. "Es muss die Bereitschaft geben, Angebote zu machen und aufeinander zuzugehen", sagte Diplom-Psychologe Louis Lewitan der Deutschen Presse-Agentur in München.
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Ein Polizist steht vor einem Schild, das auf die Sperrung für den Verkehr mit Fahrziel Italien hinweist. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild
dpa Ein Polizist steht vor einem Schild, das auf die Sperrung für den Verkehr mit Fahrziel Italien hinweist. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild

München (dpa/lby) - Im Streit zwischen Bayern und Österreich wegen Fahrverboten und Blockabfertigungen rät ein Experte zur Kompromisssuche. "Es muss die Bereitschaft geben, Angebote zu machen und aufeinander zuzugehen", sagte Diplom-Psychologe Louis Lewitan der Deutschen Presse-Agentur in München. Statt eines öffentlichen Duells zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und dem Tiroler Ministerpräsidenten Günther Platter (ÖVP), "wäre es mir lieber, sie würden schweigen und wirklich nach Lösungen suchen".

Am Wochenende nach Fronleichnam waren im Raum Innsbruck erstmals verschiedene Ausweich-Routen für den Transitverkehr gesperrt worden. Das Verkehrsministerium plant nun eine Klage gegen Österreich.

"Wir müssen zuschauen, wie sich zwei Politiker in der Öffentlichkeit duellieren", sagte Lewitan. Eine Lösung des Konflikts ist seiner Meinung nach im Moment nicht in Sicht: "Es lässt sich keine Brücke bauen, wenn beide Seiten stur auf ihr Recht beharren." Die Leidtragenden seien dabei vor allem die Menschen auf den Straßen.

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