Prozessbeginn nach riesigem Kokain-Fund in Unterfranken

Ein Drogenfund im Millionenwert und drei Angeklagte: In Würzburg startet ein Prozess um Kokain-Schmuggel, bei dem die Hintermänner noch immer unbekannt sind.
dpa |
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Die Anklage geht von einer Kokainmenge von fast eineinhalb Tonnen aus. (Symbolbild)
Die Anklage geht von einer Kokainmenge von fast eineinhalb Tonnen aus. (Symbolbild) © Marcus Brandt/dpa
Würzburg

Nach dem Fund einer enormen Kokain-Menge in Unterfranken beginnt an diesem Montag (9.00 Uhr) der Prozess gegen drei Männer vor dem Landgericht Würzburg. Die 20, 26 und 49 Jahre alten Angeklagten sollen zusammen mit noch unbekannten Komplizen dafür verantwortlich sein, dass rund 1,4 Tonnen Kokain nach Deutschland gelangten. Allein im unterfränkischen Abtswind waren im vergangenen Sommer 300 Kilogramm Kokain gefunden worden - im Wert von ungefähr 15 Millionen Euro.

Nach Ermittlerangaben hat sich nur einer der Verdächtigen bisher umfassend zur Sache eingelassen und den Vorwurf zumindest teilweise eingeräumt. Ein Mann habe sich bislang gar nicht geäußert. Der Dritte im Bunde habe die Tat abgestritten. Zwei Männer sind Franzosen, der andere laut Gericht Schweizer.

Die Anklage lautet auf bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Der Prozess findet vor der Jugendkammer des Landgerichts statt. Es sind drei Verhandlungstage angesetzt.

Hintermänner unbekannt

Bisher noch unbekannte Bandenmitglieder sollen in Mexiko zwischen 100 und 300 Kilogramm hochreines Kokain in Hohlräume von stählernen Brückendämpfern verbaut haben. Diese sollten an eine Scheinfirma in Europa transportiert werden. Den Ermittlern zufolge sollen hierfür bundesweit mehrere Lagerhallen angemietet worden sein, unter anderem in Abtswind (Landkreis Kitzingen). 

Dort sollen die Brückendämpfer geöffnet und das Kokain entnommen worden sein. Die Anklage geht von einer Kokain-Menge von 1,4 Tonnen aus, die so nach Deutschland gelangt ist.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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