Prozess wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe

München (dpa/lby) - Mit der Aussicht auf traumhafte Renditen von bis zu 22 Prozent im Jahr haben vier mutmaßliche Betrüger Kapitalanlegern 1,8 Millionen Euro aus der Tasche gezogen. Ab Dienstag stehen sie in München vor Gericht, mit einer mutmaßlichen Komplizin, die wegen Geldwäsche angeklagt ist.
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Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: Oliver Berg/Archivbild
dpa Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: Oliver Berg/Archivbild

München (dpa/lby) - Mit der Aussicht auf traumhafte Renditen von bis zu 22 Prozent im Jahr haben vier mutmaßliche Betrüger Kapitalanlegern 1,8 Millionen Euro aus der Tasche gezogen. Ab Dienstag stehen sie in München vor Gericht, mit einer mutmaßlichen Komplizin, die wegen Geldwäsche angeklagt ist.

Laut Staatsanwaltschaft hatten die Angeklagten ab 2004 todsichere Anlagen über kleine Schweizer Firmen wie Discovery Energy oder Cornelius Development vermittelt, bei denen sie zum Teil selbst als Verwaltungsräte firmierten. Die Anleger investierten Summen zwischen 1500 und 100 000 Euro. "Gier frisst Hirn", sagte der Rechtsanwalt Andreas Schwarzer, der den Angeklagten Siegfried G. aus dem Landkreis Mühldorf am Inn verteidigt. "Das Geld ist weg." Ob G. das Geld von Anfang an für seinen privaten Lebensunterhalt verwenden wollte, ist strittig. Geld sei auch in Solarprojekten versenkt worden, sein Mandant sehe sich "eher als Opfer", sagte der Anwalt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unerlaubte Bankgeschäfte, gewerbsmäßigen Betrug und Geldwäsche vor. Für den Prozess hat das Landgericht München II sechs Verhandlungstage bis zum 17. Mai angesetzt.

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