Prozess um versuchten Totschlag nach Trennungsstreit

Hof (dpa/lby) - Ein Mann soll mit Sicherheitsschuhen mehrfach auf seine Frau eingetreten haben, weil diese sich von ihm habe trennen wollen. Seit Montag muss er sich wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Hof verantworten, wie ein Justizsprecher mitteilte.
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv
dpa Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Hof (dpa/lby) - Ein Mann soll mit Sicherheitsschuhen mehrfach auf seine Frau eingetreten haben, weil diese sich von ihm habe trennen wollen. Seit Montag muss er sich wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Hof verantworten, wie ein Justizsprecher mitteilte. Zu Prozessbeginn habe der Angeklagte über seinen Verteidiger die Tritte eingeräumt und erklärt, dass er Erinnerungslücken habe. Die Frau habe die Aussage verweigert.

Laut Anklage sind die beiden nach muslimischem Recht verheiratet. Anfang September 2019 wollte sich die Frau demnach von ihrem Mann trennen. Im Streit habe der Angeklagte sie gewürgt und in einer Einfahrt zu Boden gestoßen und dann mehrfach auf ihren Kopf eingetreten - mit Arbeitsschuhen mit Stahl verstärkter Sohle und Kappe. Eine Zeugin beobachtete den Ermittlern nach die Situation und zog den Angeklagten "mit aller Kraft" weg. Selbst dann habe dieser noch einmal zugetreten.

Die Frau erlitt nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schädelhirntrauma, mehrere Prellungen, Hautabschürfungen sowie Würgemale am Hals. Sie habe mehrere Wochen starke Schmerzen gehabt. Die Verhandlung soll am 18. und 23. März fortgesetzt werden.

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