Prozess: Holidaycheck klagt gegen verkaufte Bewertungen

Gefälschte und gekaufte Hotel-Bewertungen sind für viele Urlauber ein Ärgernis. Das Thema wird heute in einem Zivilprozess vor dem Münchner Landgericht verhandelt.
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Ansicht einer Fensterfront des Gerichtsgebäudes in München vor blauem Himmel. Foto: Matthias Balk/Archivbild
dpa Ansicht einer Fensterfront des Gerichtsgebäudes in München vor blauem Himmel. Foto: Matthias Balk/Archivbild

München - Gefälschte und gekaufte Hotel-Bewertungen sind für viele Urlauber ein Ärgernis. Das Thema wird heute in einem Zivilprozess vor dem Münchner Landgericht verhandelt. Das zum Medienkonzern Burda gehörende Urlaubsportal HolidayCheck hat die Firma Fivestar Marketing verklagt, die positive Fünf-Sterne-Bewertungen verkauft.

HolidayCheck wirft dem Unternehmen mit Sitz im mittelamerikanischen Kleinstaat Belize vor, seine Bewertungen seien gefälscht. Fivestar Marketing erklärt auf seiner Webseite, es würden nur echte Bewertungen von seriösen Testern verkauft. Die Bewertungen werden für alle möglichen Branchen auf den gängigsten Websites zu Festpreisen verkauft. Ein Fünf-Sterne-Rating auf Amazon sei ab 22,95 Euro zu haben, auf Facebook ab 12,95 Euro.

Negativ-Bewertungen im Netz können für Unternehmen Umsatzverluste nach sich ziehen. Häufig hinterlassen erboste Kunden schlechte Kommentare. Nicht selten sind jedoch auch negative Bewertungen gefälscht, erfunden von so genannten Trollen, die aus Freude an der Bosheit agieren. Viele Marketing-Fachleute halten Bewertungen im Internet deswegen generell für wenig zuverlässig.

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