Prozess gegen falschen Polizisten: Rentnerinnen betrogen

Nürnberg (dpa/lby) - Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs steht seit Dienstag ein 31 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Als Mitglied einer Betrügergruppe soll er Seniorinnen um über 230 000 Euro Vermögen gebracht haben.
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Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
dpa Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Nürnberg (dpa/lby) - Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs steht seit Dienstag ein 31 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Als Mitglied einer Betrügergruppe soll er Seniorinnen um über 230 000 Euro Vermögen gebracht haben. Dabei soll er für die Weiterleitung der Tatbeute abzüglich seines Gewinnanteils an die Drahtzieher in die Türkei gesorgt haben.

Einer 90-jährigen Nürnbergerin spiegelte dabei ein Anrufer aus einem Call-Center in Izmir vor, er sei Oberkommissar des Polizeipräsidiums. Er habe ihr erzählt: In der Nachbarschaft sei eingebrochen worden, bei den Tätern sei ein Notizzettel mit ihrem Namen gefunden worden. Um ihr Vermögen vor den Einbrechern zu retten, solle sie alles Bargeld, das sie zu Hause habe, vor ihre Haustüre legen. Die Polizei werde es dann zur Sicherung abholen.

Daraufhin händigte die Seniorin den Betrügern 40 000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von rund 100 000 Euro sowie eine Münzsammlung aus. Mit der gleichen Masche wurde eine 78-jährige Nürnbergerin um 118 000 Euro betrogen.

In dem Prozess soll am 23. September ein Urteil gesprochen werden. In zwei vorangegangenen Verfahren wurden zwei Mitglieder der Bande nach Angaben eines Gerichtssprechers bereits zu Haftstrafen von zwei Jahren und zehn Monaten sowie viereinviertel Jahren verurteilt.

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