Protest gegen Theo Müller wegen Nähe zu AfD-Chefin Weidel

Campact wirbt mit Slogans wie "Alles AfD, oder was?" gegen Kontakte zwischen Molkerei-Unternehmer Theo Müller und Alice Weidel. Wie der Verein seine Kampagne begründet.
von  dpa
Solche Großprojektionen waren in mehreren Städten geplant.
Solche Großprojektionen waren in mehreren Städten geplant. © Lilli Förter/dpa

Der Verein Campact demonstriert bundesweit mit Plakaten und Großprojektionen gegen die Nähe des Molkerei-Unternehmers Theo Müller zu AfD-Chefin Alice Weidel. In Berlin etwa war eine Projektion in der Nähe des Alexanderplatzes zu sehen.

Von der Unternehmensgruppe Theo Müller gab es auf Nachfrage zunächst keine Stellungnahme zu der Aktion. Theo Müller selbst hatte in der Vergangenheit seine Kontakte zu Weidel bestätigt.

"Hintergrund der Kampagne sind diverse Treffen mit Alice Weidel und AfD-Sympathiebekundungen von Theo Müller", teilte Campact mit. Der Verein sieht sich als Kampagnen-Organisation zur Verteidigung der Demokratie.

Tausende Plakate sollen in 14 Städten aufgehängt werden

Nach Angaben von Campact sollten rund 28.000 Plakate in 14 Städten aufgehängt werden. Zudem seien Großprojektionen in acht Städten geplant gewesen. Bereits in der Vergangenheit hatte der Verein Aufkleber herausgegeben, die Kritiker auf Müller-Produkte pappen konnten.

Vor zwei Jahren sagte Theo Müller in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung", dass er Weidel bereits seit mehreren Jahren kenne und er sie öfter treffe. Weidel sei "eine Freundin", meinte der heute 86-Jährige damals. Weidel hatte ihrerseits in einer RTL-Sendung erklärt, dass sie sich einen Unternehmer wie Müller in der Regierung vorstellen könne.

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