Polizei mit Schwerpunktaktion in Bayerns: Tausende Verstöße - diese Verkehrsvergehen waren besonders häufig

Biker - egal ob mit Motor oder ohne - genießen im Verkehr definitiv mehr Flexibilität. Doch es ist auch gefährlich. Eine große Polizeiaktion zeigt, viele Radler nehmen die Regeln nicht genau genug.
AZ/dpa |
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Einen Tag widmete sich die Polizei im Schwerpunkt der Kontrolle von Zweiradfahrern - das Ergebnis zeigt, auch hier werden im Verkehr viel zu oft die Regeln gebrochen. Oft mit schlimmen Folgen. (Illustration)
Einen Tag widmete sich die Polizei im Schwerpunkt der Kontrolle von Zweiradfahrern - das Ergebnis zeigt, auch hier werden im Verkehr viel zu oft die Regeln gebrochen. Oft mit schlimmen Folgen. (Illustration) © Matthias Bein/dpa

Bei etwa jeder zweiten Kontrolle von Motorrad- und anderen Zweiradfahrern hat die bayerische Polizei im Rahmen einer eintägigen Schwerpunktaktion Verstöße festgestellt. Konkret wurden am 28. April bei rund 13.400 Kontrollen 6.812 Missstände geahndet, teilte das Innenministerium in München mit. Darunter waren 604 Rotlichtmissachtungen, 616 Verstöße wegen Ablenkung (etwa durch die Nutzung eines Handys im Straßenverkehr) und 344 Verstöße gegen die Verkehrstüchtigkeit (etwa durch Alkohol- oder Drogen im Straßenverkehr).

Fast 1.700 Polizisten waren im Einsatz

"Ob Motorräder, Fahrräder oder E-Scooter – Zweiräder sind eine immer beliebtere Alternative zum Pkw. Umso wichtiger ist es, dass wir alle achtsam fahren, Rücksicht nehmen und Verantwortung füreinander übernehmen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die bayerische Polizei werde weiterhin konsequent kontrollieren und Verkehrsverstöße ahnden. Landesweit seien bei der Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick"" fast 1.700 Beamtinnen und Beamte im Einsatz gewesen.

Unfallstatistik belegt große Gefahren für Zweiradfahrer 

In der Verkehrsunfallstatistik nehmen Unfälle mit Motorrädern jedes Jahr eine bedauerliche Spitzenposition ein: 2025 registrierte die Polizei insgesamt 8.035 Motorradunfälle (2024: 8.102). Dabei wurden 6.981 Verletzte verzeichnet (2024: 7.014). In beiden Jahren wurden je 104 Motorradfahrer getötet. 

Auch die Zahl der getöteten Radfahrer ist nach mehreren Jahren des Anstiegs im letzten Jahr um zwölf Personen auf 82 (2024: 94) gesunken. Knapp die Hälfte davon (39) war mit dem Pedelec unterwegs (2024: 42), also mit einem elektrischen Fahrrad mit einer Motorunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde.

Insgesamt hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern im Jahr 2025 mit rund 19.800 Fahrradunfällen leicht zugenommen (2024: 19.264). 18.451 Radfahrer wurden verletzt (2024: 17.857). Daneben ereigneten sich 2.534 Verkehrsunfälle mit E-Scootern (2024: 1.905). Dabei wurden 2.053 E-Scooter-Fahrer verletzt und wie im Vorjahr zwei E-Scooter-Fahrer getötet.

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  • kartoffelsalat vor 43 Minuten / Bewertung:

    Biker - egal ob mit Motor oder ohne - genießen im Verkehr definitiv mehr Flexibilität. Doch es ist auch gefährlich.

    Regelkomformes Zweiradfahren ist für sich nicht gefährlich. Das wird erst dann wenn man Grenzen überschreitet oder Kraftfahrer ins Spiel kommen. 75% der Unfälle mit Personenschaden zwischen Radfahrern & Autofahrern werden durch Kraftfahrer verursacht. Bei Rad vs LKW sind es sogar 80%.

    Davon vollkommen unbenommen haben sich Zweiradfahrer natürlich an die StVO zu halten.

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