Plädoyers geplant: Mann soll Hunderte Autos zerkratzt haben

Ein 26-Jähriger soll mehr als 600 Autos zerkratzt haben. Nun stehen vor Gericht die Plädoyers an. Eins ist jetzt schon klar: Zurückzahlen wird er die Schadenssumme wohl kaum können - es geht um fast eine Million Euro.
| dpa
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Schweinfurt (dpa/lby) - Im Prozess um massenhaft zerkratzte Autos in Unterfranken sollen am heutigen Donnerstag um 8.30 Uhr die Plädoyers gehalten werden. Angeklagt vor dem Landgericht Schweinfurt ist ein 26-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, 642 Fahrzeuge mutwillig beschädigt zu haben. Gesamtschaden: rund 930 500 Euro. Der Angeklagte soll die Autos von Februar bis April 2018 mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt haben, in Schweinfurt, Würzburg und Veitshöchheim (Landkreis Würzburg).

Wochenlang suchte die Polizei nach dem Täter. Sogar eine Sonderkommission namens "Lackkratzer" wurde für die Fahndung gebildet. Im April 2018 konnte der Angeklagte in Schweinfurt festgenommen werden, nachdem eine Anwohnerin am frühen Morgen Kratzgeräusche gehört hatte. Beamte fanden bei dem 26-Jährigen eine Schraube, mit der er die Fahrzeuge zerkratzt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann zunächst die Beschädigung von 1700 Fahrzeugen mit einem Gesamtschaden von mehr als 2,3 Millionen Euro zur Last gelegt. Das Gericht wies diese Anklage wegen geringer Aussicht auf einen vollständigen Tatnachweis zurück. Der Prozess läuft seit Anfang Januar.

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