Piazolo wirbt für Testpflicht und Nachhilfeprogramme

Zum Ende der Osterferien hat Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) für die ab Montag geltende Testpflicht an den Schulen geworben. Sie sei angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und ansteckenderer Mutationen "die Chance, Wechselunterricht und Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können", sagte Piazolo am Freitag in München. Zugleich kündigte er ein dreistufiges Verfahren an, um durch die Pandemie entstandene Lernrückstände auszugleichen.
| dpa
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Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild
München

Spätestens nach den Pfingstferien sollen demnach Brückenkurse, Förderunterricht und Programme mit älteren Schülern als Tutoren starten. In den Sommerferien sollen Referendare und Studierende, aber auch Volkshochschuldozenten zwei Wochen lang Lücken in Mathe, Deutsch und den Fremdsprachen schließen. Im nächsten Schuljahr gebe es dann stark individualisierte Förderungen, erläuterte Piazolo. Insgesamt seien für die Unterstützungsprogramme 20 Millionen Euro eingeplant.

Wenn der Unterricht am Montag wieder losgeht, müssen sich alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Infektionslage mindestens zwei Mal pro Woche selbst in der Schule testen oder einen aktuellen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Allerdings gibt es ab einer Inzidenz von 100 in der Regel Distanzunterricht. Nachdem freitags der Stichtag ist, erfüllen laut Pizaolo für kommende Woche nur noch 25 Landkreise und Städte die Voraussetzung für Wechselunterricht. 71 Regionen, in denen 46 Prozent aller Schüler leben, verzeichnen über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche und bekommen daher mit wenigen Ausnahmen Distanzunterricht.

© dpa-infocom, dpa:210409-99-139254/3

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