Pfandbriefbank meldet hohen Verlust

Der Einstieg ins US-Immobiliengeschäft sollte der Deutschen Pfandbriefbank höhere Gewinne bescheren. Das missglückte, die Folgekosten sind hoch.
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Die Pfandbriefbank leidet unter den Langzeitauswirkungen der Corona-Pandemie auf den Gewerbeimmobilienmarkt. (Archiv)
Die Pfandbriefbank leidet unter den Langzeitauswirkungen der Corona-Pandemie auf den Gewerbeimmobilienmarkt. (Archiv) © Sven Hoppe/dpa
Garching

Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) ist nach ihrem missglückten Vorstoß auf den US-Immobilienmarkt tief in den roten Zahlen: Im vergangenen Jahr summierte sich der Vorsteuerverlust nach vorläufigen Zahlen auf 250 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 104 Millionen Euro Gewinn gewesen. Hauptgrund für die Verluste ist der Rückzug aus dem US-Markt, der hohe Sonderkosten verursacht. Das in Garching bei München ansässige Unternehmen strich deswegen die Dividende für 2025. Für dieses Jahr stellte die Pfandbriefbank ihren Aktionären wieder schwarze Zahlen mit einem Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht. 

Corona-Pandemie verhagelte die US-Pläne

Die Pfandbriefbank war kurz vor Beginn der Corona-Pandemie in das Geschäft mit US-Gewerbeimmobilien eingestiegen. Da Büros quasi über Nacht nicht mehr gefragt waren, stürzte die Pandemie etliche Immobilieninvestoren und deren kreditgebende Banken in eine tiefe Krise. Deswegen hatte sich der Vorstand entschieden, das US-Geschäft wieder aufzugeben. "Die Transformation der Bank erfordert aufgrund des US-Exits und der schleppenden Markterholung mehr Zeit, als wir ursprünglich erwartet haben", sagte Vorstandschef Kay Wolf laut Mitteilung. Ihre Gewinn- und Renditeziele für 2027 verschob die Bank um ein Jahr auf 2028. 

Die Bank beugte etwaigen Spekulationen mit dem Hinweis auf eine "komfortable Liquidität" von fünf Milliarden Euro vor. Zudem legte das Neugeschäft in der Kreditvergabe im vergangenen Jahr um fast ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zu. Ende 2024 beschäftigte die pbb knapp 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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