Pauli-Partei braucht 20.000 Unterschriften

Die Freie Union will im Eiltempo zur Wahl und sucht jetzt noch jede Menge Unterstützer.
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Die Freie Union will im Eiltempo zur Wahl und sucht jetzt noch jede Menge Unterstützer.

FÜRTH/MÜNCHEN Die Pauli-Partei macht Dampf! Im Eiltempo will die neu gegründete Partei von Gabriele Pauli, die „Freie Union“, noch die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Bundestagswahl erfüllen. „Die Freie Union hat gestern dem Bundeswahlleiter ihre Teilnahme an der Wahl gemeldet“, so Pauli. Zudem wurde in Bayern mit der Sammlung von Unterstützungsunterschriften begonnen, damit die Freie Union zur Wahl antreten könne.

Die ehemalige Fürther Landrätin zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, die benötigten 20000 Unterstützungsunterschriften auf Bundesebene innerhalb von zwei Wochen zusammenzubekommen. Neben Bayern seien bereits auch in fünf weiteren Bundesländern innerhalb einer Woche Landesverbände gegründet und Bundestagslisten aufgestellt worden: in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Pauli kündigte an, dass bis nächsten Montag auch in allen anderen Bundesländern noch Landesverbände gegründet würden.

Spätestens 66 Tage vor der Wahl müssen Landeswahllisten mit Kandidaten bei den Landeswahlleitern eingereicht werden. Außerdem muss die Partei pro Bundesland, in dem sie antritt, bis zu 2000 Unterstützerunterschriften von Wahlberechtigten vorweisen.

Viele Bürger wollten eine „Totalrevision in unserem Staat“

Die Parteivorsitzende zeigte sich überzeugt, dass die Freie Union alle Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Bundestagswahl erfüllen werde. „Es sieht alles so aus, dass wir das gut schaffen werden“, sagte Pauli. „Wenn die Überzeugung da ist, ist vieles möglich.“ Am Sonntagabend hatte sich den Angaben zufolge erstmals der Bundesvorstand Freien Union zu Beratungen über den Organisationsaufbau der Partei und das weitere Vorgehen getroffen. „Wir sind voll im Plan“, betonte auch FU-Schriftführer Johann Huber.

Laut Pauli verzeichnet die Partei einen enormen Mitgliederzuwachs: „700 neue Mitglieder in nur fünf Tagen beweisen, dass sich die Menschen nach wirklicher politischer Erneuerung sehnen.“ Viele Bürger wollten eine „Totalrevision in unserem Staat“. Das nächste Ziel der Partei sei nun die Einrichtung einer zentralen Geschäftsstelle auf Bundesebene.

Pauli hatte die Freie Union erst am 21. Juni gegründet, nachdem sie wenige Tage zuvor aus der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler ausgeschlossen worden war. Bis November 2007 war Pauli Mitglied der CSU, deren Vorstand sie jahrelang angehört hatte.

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