"Passt zu den Eisheiligen": Schnee im Mai – bleibt es so frisch?

Am Wochenende noch Sommer, jetzt wieder Winter: In Bayern rechnen Meteorologen tatsächlich noch einmal mit Schnee.
von  AZ/dpa
In höheren Lagen könnten laut dem DWD einige Zentimeter Neuschnee fallen.
In höheren Lagen könnten laut dem DWD einige Zentimeter Neuschnee fallen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Es fühlte sich schon so nach Sommer an, doch jetzt kommt der Winter noch einmal zurück nach Bayern – und das Mitte Mai. Die Schneefallgrenze sinkt den Alpen laut Deutschem Wetterdienst auf 1000 Meter. In höheren Lagen sind den Angaben zufolge fünf bis zehn, in Staulagen in den Allgäuer Alpen sogar um 20 Zentimeter Neuschnee möglich. 

Oberhalb von 800 Metern ist Vorsicht auf den Straßen geboten 

Wer etwa den Riedbergpass im Oberallgäu mit dem Auto befahren wollte, brauchte dafür Winterausrüstung, wie auf einem Schild zu lesen war. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnete bis zum Morgen allerdings keine wetterbedingten Verkehrsunfälle. 

Auch in den Mittelgebirgen könnten laut dem DWD "einige Schneeflocken" fallen. Oberhalb von 800 Metern sei im Bergland zudem Vorsicht auf den Straßen geboten, denn es könnte den DWD-Angaben zufolge Glätte durch Schneematsch geben.

Bodenfrost in der Nacht in der Nacht auf Mittwoch 

Nach einer ungewöhnlich kalten und teils (boden-)frostigen Nacht werden für diesen Dienstag in Bayern nur noch einzelne Regenschauer oder kurze Gewitter erwartet. Die Höchstwerte bewegen sich der Vorhersage zufolge zwischen 7 und 12 Grad. Erst gegen Abend soll es etwas auflockern. 

Der Riedbergpass im Oberallgäu ist nur mit Winterausrüstung befahrbar.
Der Riedbergpass im Oberallgäu ist nur mit Winterausrüstung befahrbar. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Noch kälter wird es nach Angaben eines DWD-Sprechers in der Nacht auf Mittwoch mit verbreitetem Bodenfrost in Süddeutschland. 

"Das passt auch zu den Eisheiligen"

Ein solcher Kälteeinbruch sei natürlich vor allem nach der Wärme des Wochenendes überraschend – aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich, sagte er. Es sei "typisch, dass es auch im Mai immer mal diesen Kaltfluss-Einfluss gibt". Polarluft komme von der Nordsee ins Land. "Das passt ja auch zu den Eisheiligen dieses Jahr."

Ein solcher Kälteeinbruch ist laut dem DWD nach der Wärme des Wochenendes überraschend – aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich.
Ein solcher Kälteeinbruch ist laut dem DWD nach der Wärme des Wochenendes überraschend – aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Eisheiligen sind die Tage vom 11. bis zum 15. Mai. Dabei handelt es sich um eine Bauernregel beziehungsweise einen Volksglauben ohne wissenschaftliche Grundlage. Sie beschreiben ein Wetterphänomen, bei dem nach einer warmen Phase häufig noch einmal kühle Luftmassen und Nachtfrost auftreten können. 

Benannt sind die Eisheiligen nach fünf katholischen Heiligen. Vor allem bei Gärtnern gilt die Faustregel, frostempfindliche Pflanzen erst nach dem 15. Mai, der sogenannten "kalten Sophie" nach draußen zu pflanzen.

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