Panne bei Erdbohrungen in Rottach-Egern: Straße abgesackt

Bei einer Erdwärmebohrung stoßen Bauarbeiter auf eine Wasserblase. Als die abgesaugt wird, sackt plötzlich die komplette Straße ab, Häuser müssen evakuiert werden.
| Klaus Wiendl, R. Vielreicher
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Polizei und Feuerwehr sicherten die Fahrbahnabsenkung in der Lindenstraße.
Th. Gaulke 17 Polizei und Feuerwehr sicherten die Fahrbahnabsenkung in der Lindenstraße.
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Th. Gaulke 17 Polizei und Feuerwehr sicherten die Fahrbahnabsenkung in der Lindenstraße.
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Th. Gaulke 17 Polizei und Feuerwehr sicherten die Fahrbahnabsenkung in der Lindenstraße.

Rottach-Egern – Arbeiter, Senioren, Eltern mit ihren Kindern auf den Schultern: Alle wollen gestern in Rottach-Egern die Lindenstraße sehen. Beziehungsweise was davon übrig ist. Denn inmitten des Kurortes am Tegernsee ist etwas ordentlich schief gelaufen: Sozusagen über Nacht ist die Straße zwei Meter tief abgesackt, die Teerdecke einfach gerissen. Der entstandene Krater hat einen beachtlichen Durchmesser von 20 Metern. Was ist da nur passiert?

Eine Geothermiefirma hatte am Dienstagnachmittag eine Erdwärmebohrung durchgeführt. Dabei bohrten sie offenbar eine Grundwasserblase an.

Die Folge: Der betroffene Straßenabschnitt wurde unterspült. „Dadurch gab das Erdreich nach“, erläuterte ein Sprecher vom Landratsamt Miesbach.

Ein Drogeriemarkt wird geschlossen, mehrere Häuser evakuiert

Die Polizei rückte an, genauso Helfer von Feuerwehr und THW. Rund um die Stelle wurden mehrere Häuser evakuiert, ein Drogeriemarkt geschlossen. Die betroffenen Anwohner mussten erstmal bei Freunden und Verwandten unterkommen. Rottach-Egerns Bürgermeister Christian Köck (CSU) sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme.

Verletzt wurde niemand. Sprachlos ist man trotzdem in Rottach-Egern: „So etwas hat es in Rottach noch nie gegeben“, so Stefan Staudinger von der Gemeinde.

Die besagten Bohrungen dienten der Erdwärmeversorgung eines neugebauten Privathauses. Die exakte Schadenshöhe dürfte sich nach ersten Schätzungen aus dem Rathaus in Rottach-Egern im sechsstelligen Bereich liegen. „Bezahlen muss das der Bauherr“, sagte der Sprecher des Landratsamtes weiter.

Ein Geologe soll nun den Unglücksort begutachten.

 

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