Outdoor-Branche schwächelt: Klettern hilft

Nach rasantem Wachstum der Frischluftsportarten in den vergangenen Jahrzehnten ist die Kauflust der Kunden gesunken. Im vergangenen Jahr setzten die Hersteller von Bekleidung und Ausrüstung für Wanderer, Bergsteiger und andere Outdoor-Sportler in Europa 5,8 Milliarden Euro um, ein Prozent weniger als im Vorjahr.
| dpa
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München - Nach rasantem Wachstum der Frischluftsportarten in den vergangenen Jahrzehnten ist die Kauflust der Kunden gesunken. Im vergangenen Jahr setzten die Hersteller von Bekleidung und Ausrüstung für Wanderer, Bergsteiger und andere Outdoor-Sportler in Europa 5,8 Milliarden Euro um, ein Prozent weniger als im Vorjahr. Das berichtete Arne Strate, Generalsekretär des Branchenverbands European Outdoor Group (EOG) am Sonntag bei der Eröffnung der Messe Outdoor in München.

"Der Markt stagniert", sagte Strate. "Ein Prozent Minus ist aber kein Grund, aus dem Fenster zu springen." Ärgerlich für die Branche ist die Trendwende dennoch, in den vergangenen zwei Jahrzehnten war der Markt zeitweise so schnell gewachsen, dass auch ursprünglich branchenfremde Hersteller wie Adidas einstiegen.

Derzeit richtet sich das Augenmerk der Outdoor-Branche auf die überwiegend Indoor praktizierten Sportarten Klettern und Bouldern. 2018 wurde nach den Daten der European Outdoor Group Kletterausrüstung für 142 Millionen Euro verkauft - die Umsätze waren fast so hoch wie mit Rucksäcken (152 Mio). "Klettern hat sich außerordentlich gut entwickelt", sagte Strate.

Insgesamt präsentieren bei der Outdoor-Messe bis Mittwoch gut 1000 Aussteller aus 35 Ländern ihre Produkte. Die Messe fand früher in Friedrichshafen in Baden-Württemberg statt, ist aber auf Wunsch der Industrie nach München umgezogen.

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