"Osterparty": Wird dieses Fest am Tegernsee zum Anwohner-Ärgernis?
Das Bistro Mai Liabba in bester Seeufer-Lage im Touristen-Hotspot Bad Wiessee am Tegernsee ist nicht nur etwas für Fans frischer Fischgerichte. Sondern es begeistert – dank seiner Sonnenterrasse und dem Panoramablick sowie einer Getränkekarte mit ausgesuchten Weinen und Champagner – auch viele Münchner Gäste.
Zudem ist das Fischerei-Bistro Mai Liabba über die Gemeinde hinaus für seine Partys bekannt. Groß war der Andrang dort am See bei der "Osterparty" im vorigen Jahr, wie auf den Fotos beispielsweise auf Instagram zu sehen war.
Nicht zuletzt die Anwohner werden sich an diese Szenen noch erinnern – denn natürlich bringt ein solches Fest am Ufer nicht nur Spaß für alle Feiernden, sondern ist auch mit einem entsprechenden Geräuschpegel verbunden.
Um 12 Uhr soll es losgehen – bis 21 Uhr
Auch heuer soll auf dem Gelände rund um das Fischerei-Bistro in Bad Wiessee am Ostersonntag die Musik spielen. Der Start für die anberaumte "Osterparty" 2026 soll schon um 12 Uhr sein, auflegen sollen insgesamt vier DJs.

Spätestens um 21 Uhr sei die Musik aus, sagt Thomas Bayer auf AZ-Nachfrage zu den Plänen. Danach soll die Party zu Ende sein. Bayer ist (neben Christoph von Preysing und Simpert Ernst) einer der Geschäftsführer der Fischerei Tegernsee OHG. Geplant seien für die Veranstaltung auch vier Bars im Außenbereich sowie drei Foodtrucks. Im Innenbereich gibt es zudem Stehtische.
Auflagen: Gemeinde will Sicherheitskonzept
Doch bevor die "Osterparty" am 5. April steigen soll, sorgt sie bereits für Gesprächsstoff. Als Genehmigungsbehörde ist die Gemeinde Bad Wiessee zuständig. Und die forderte für das offenkundig immer beliebter werdende Event dieses Mal ein spezielles Sicherheitskonzept vonseiten des Veranstalters.
Die AZ hat beim Bad Wiesseer Bürgermeister Robert Kühn nachgefragt. Es handele sich um "eine wichtige Veranstaltung für unser Tegernseer Tal", sagt er, aber es müsse "größtmögliche Sicherheit" geben.
Kühn berichtet von einem am 25. Februar stattgefundenen "Sicherheitsgespräch zwischen dem Veranstalter, dem Ordnungsamt der Gemeinde Bad Wiessee sowie den Blaulichtorganisationen" (also Rotes Kreuz, Wasserwacht und Polizei).
"Wer feiern will, kommt nicht ohne Ticket rein"
"Bei der konstruktiven und zielführenden Zusammenarbeit mit dem Veranstalter steht, sofern alle Auflagen erfüllt werden, einer Genehmigung nichts im Weg", gab sich Kühn auf AZ-Nachfrage in der vergangenen Woche zuversichtlich.

Er sagt: "Es dürfen maximal 2500 Tickets verkauft werden – das ist vonseiten der Gemeinde die Vorgabe." Zudem seien Einlasskontrollen vorgesehen – sprich: "Wer feiern will, kommt nicht ohne Ticket rein."
Das Veranstaltungsgelände werde entsprechend mit Zäunen abgesperrt. Das Sicherheitskonzept des Veranstalters sei insgesamt so angelegt, dass die Besucherinnen und Besucher bestmöglich geschützt seien. Genauso werde größte Rücksicht auf die Belange der Nachbarn und Anwohner genommen.
Veranstalter: "Wir haben uns mit der Musik angepasst"
Wie ist die Situation mit den Parkplätzen vor Ort? Es gebe einen ausgewiesenen Großparkplatz in Bad Wiessee, den man schon von den Waldfesten kenne, schildert Kühn auf AZ-Nachfrage. Der Veranstalter weist jedoch darauf hin, dass man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxen anreisen sollte. Denn es werde auch entsprechende Zufahrtsbeschränkungen geben, und es seien großräumig Parkverbotszonen vorgesehen.
Zurück zu der Musik – was gilt in puncto Lautstärke? "Es gibt die gleichen Lärmschutz-Beschränkungen wie beim Seefest in Bad Wiessee auch", so Kühn. Beim Bistro Mai Liabba sagte Thomas Bayer zur AZ: "Wir haben uns mit der Musik angepasst."
Man wolle keinen Ärger machen, sagt der Gastronom mit Blick auf die Nachbarschaft. Es sei zwar schwierig, es allen Seiten recht zu machen, "aber wir versuchen, das so gut wie möglich hinzubekommen".
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