Ohne Abstand und Masken: Reichsbürger veranstalten "Gottesdienst"

Mitglieder der Reichsbürgerszene haben im Landkreis Traunstein einen selbsternannten "Gottesdienst" durchgeführt – ohne jegliche Hygienemaßnahmen. Daraufhin schritt die Polizei ein.
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Die Polizisten verteilten mehrere Anzeigen. (Symbolbild)
Die Polizisten verteilten mehrere Anzeigen. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Obing - Wie die Polizei berichtet, ging am Sonntagvormittag eine Mitteilung über ein größeres Treffen in einer ehemaligen Fahrschule in Obing ein. Dort seien mehrere Fahrzeuge geparkt, zudem würde sich eine größere Anzahl von Personen im früheren Unterrichtsraum aufhalten.

Die Polizei machte sich auf den Weg. Vor Ort konnten die Beamten feststellen, dass kein Hygienekonzept vorlag. Die Anwesenden hielten den Mindestabstand nicht ein, auf einen Mund-Nasen-Schutz wurde laut Polizei "gänzlich verzichtet".

Über zehn Reichsbürger beim "Gottesdienst"

Bei der Kontrolle stellte die Polizei insgesamt elf Personen fest, die der Reichsbürgerszene zuzuordnen sind. Der Veranstalter, ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim, deklarierte das Treffen als Gottesdienst. Dies konnte die Polizei allerdings nicht bestätigen, weshalb alle Anwesenden wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt wurden.

Anschließend beendete der Veranstalter seinen "Gottesdienst" von selbst. Ein weiteres Einschreiten der Polizei war nicht nötig.

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