Österreicher aus Sportwagen geschleudert - tot
ÜBERSEE - Erst fanden die Beamten einen demolierten Porsche auf der Salzburger Autobahn. 30 Meter weiter entfernt fanden sie die Leiche eines 41-jährigen Mannes. Sein Sportwagen war von der Fahrbahn abgekommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Thomas N. lag im hohen Schilf am Rande des Chiemsees, weiter weg auf der A8 rauschten Autos durch die Nacht. Am Montag, kurz nach ein Uhr morgens, fanden Feuerwehrleute die Leiche des 41-jährigen Österreichers am Ufer des Sees. 30 Meter weiter stand sein Porsche Carrera – er hatte ihn kurz zuvor noch gefahren.
Thomas N. überschlug sich mit seinem Porsche mehrmals
Das Auto mit Salzburger Kennzeichen ist nur noch Schrott. Kein Wunder: Laut Polizei Traunstein muss sich Thomas N., der aus dem Salzburger Raum stammt, auf Höhe der Anschlussstelle Übersee in Richtung München mehrmals mit dem Sportwagen überschlagen haben. Während des Unfalls wurde er aus dem Auto geschleudert. Er hatte sich nicht angeschnallt.
Der Grund für den Unfall ist unbekannt. Die Polizei hat einen Gutachter zur Unfallstelle geschickt. Eisglätte gab es laut Polizeibericht nicht, auch Bremsspuren sind nicht vermerkt, genauso wenig gibt es Hinweise auf ein anderes Auto, das er gerammt haben könnte. An der Mittelleitplanke sind dicke Kratzer, einige hundert Meter weiter klafft ein Loch durch die rechte Seitenplanke. Thomas N. muss ins Schlingern gekommen sein. Er drehte sich um die eigene Achse und fuhr durch die Planke in den Tod.
Ein Hubschrauber suchte die Unfallstelle ab
Gegen 1 Uhr morgens sah ein Autofahrer Dreck auf der Autobahn und rief die Polizei. Eine Streife entdeckte den Carrera und rief Unterstützung. Feuerwehrleute aus Übersee suchten den Fahrer, die Polizei forderte einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera an. Der war nicht mehr nötig, die Feuerwehrler fanden Thomas N. ziemlich schnell. Weitere Verletzte gibt es nicht – die Polizei geht davon aus, dass der Salzburger allein im Auto war.
T. Gautier