Oenning frech: Wir schicken Neururer bald zum Friseur!

Club-Gegner MSV ist seit neun Spielen ungeschlagen, der Trainer lässt sich erst bei einer Niederlage die Haare schneiden und sagt: „Ich werde immer hässlicher“.
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„Bei unserem Anspruch müssen wir gewinnen“, sagt Club-Trainer Michael Oenning (l.). Dann dürfte MSV-Coach Peter Neururer (r.) endlich zum Friseur.
dpa, firo/AK „Bei unserem Anspruch müssen wir gewinnen“, sagt Club-Trainer Michael Oenning (l.). Dann dürfte MSV-Coach Peter Neururer (r.) endlich zum Friseur.

Club-Gegner MSV ist seit neun Spielen ungeschlagen, der Trainer lässt sich erst bei einer Niederlage die Haare schneiden und sagt: „Ich werde immer hässlicher“.

NÜRNBERG Geht es nach Michael Oenning, dann muss sein Duisburger Kollege am nächsten Dienstag zum Friseur: Denn Peter Neururer, der beim Club einst per SMS absagte, will erst wieder nach einer Niederlage zum Haareschneiden gehen...

Trotz der bescheidenen Nullnummer gegen Mainz geht der Club-Trainer das Spiel beim MSV Duisburg (9.März) optimistisch an. „Fakt ist, dass der MSV momentan einen richtig guten Lauf hat. Aber bei unserem Anspruch muss es das Ziel sein, dort zu gewinnen“, legt sich Oenning fest.

Eigler: "Das Spiel ist richtungsweisend"

Seit Neururer Rudi Bommer abgelöst hat, blieb der 53-Jährige in neun Pflichtspielen ohne Niederlage. Eine respektable Leistung. In Anspielung auf seinen Haarwuchs flachste der MSV-Trainer nach dem 2:1-Sieg in Aachen: „Ich werde jeden Tag hässlicher, aber der Blick auf die Tabelle wird umso schöner.“ Kein Wunder: Die „Zebras“ sind bis auf Platz vier (35 Zähler) galoppiert – und haben den Club (Platz sieben, 33 Punkte) überholt.

Aber Neururers Erfolgsserie gilt es zu knacken, will der Club im Aufstiegskampf überhaupt noch ein ernstes Wörtchen mitreden. Christian Eigler, der nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei ist: „Das ist ein richtig hartes Brot, aber da können wir uns beweisen. Wenn wir dort ein erfolgreiches Spiel machen, schaut es für uns gut aus. Das Spiel ist richtungsweisend.“

Es findet aber ohne Stürmer-Küken Niklas Hörber statt. Beim 4:0-Sieg im Test gegen Seligenporten traf der 17-Jährige binnen acht Minuten vier Mal. Kein Wunder, dass die Fans bereits Hörbers Beförderung zu den Profis für das Spiel beim MSV fordern.

Niklas Hörber, eine Option für die Zukunft?

„Grundsätzlich freue ich mich, dass wir jemanden haben, der wahrscheinlich mal in der Lage ist, uns irgendwann zu helfen. Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf“, schloss Oenning eine Berufung des Abiturienten in den Profi-Kader aus. Allerdings: Auch Club-Idol Max Morlock feierte als 17-Jähriger sein Debüt in der „Ersten“. Und ganz außen vor ist auch Hörber bei Oenning nicht. „Wenn jetzt der Knopf bei Niklas aufgeht und der Junge jede Woche seine Tore schießt, werden wir genauer hinschauen.“

Wer beim gestrigen Training hinschaute, registrierte die mangelhafte Chancenverwertung von Isaac Boakye, Marek Mintal oder Daniel Gygax. Mal war es Unvermögen, mal die glänzenden Reflexe von Raphael Schäfer. Danach scherzte der Club-Keeper: „Für unsere Jungs muss in Duisburg das Toreschießen ja einfacher sein. Da steht jemand drin, der nicht so gut ist wie ich.“ Nämlich Tom Starke – wie Schäfer Bundesliga-erprobt. Matthias Hertlein

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