Ökolandbau in Bayern wächst langsamer

München/Nürnberg (dpa/lby) - Absatzprobleme bremsen nach Angaben des bayerischen Landwirtschaftsministeriums den Ausbau des Ökolandbaus. Vor allem Neueinsteiger im Ökobereich seien damit konfrontiert, erklärte Ministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montag in München mit Blick auf die am Mittwoch in Nürnberg startende Messe Biofach.
| dpa
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München/Nürnberg (dpa/lby) - Absatzprobleme bremsen nach Angaben des bayerischen Landwirtschaftsministeriums den Ausbau des Ökolandbaus. Vor allem Neueinsteiger im Ökobereich seien damit konfrontiert, erklärte Ministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montag in München mit Blick auf die am Mittwoch in Nürnberg startende Messe Biofach.

Immerhin waren demnach im vergangenen Jahr bayernweit mehr als 650 Betriebe neu in den Ökolandbau eingestiegen - ein Plus von 6,5 Prozent. Damit bewirtschafteten rund 10 600 Ökobetriebe über 366 000 Hektar Fläche. Der Anteil an der sogenannten landwirtschaftlichen Nutzfläche im Freistaat betrage inzwischen mehr als elf Prozent.

Die Absatzprobleme zeigten sich besonders deutlich am Ökomilchmarkt, weil die Molkereien nur noch wenig neue Lieferanten aufnehmen, teilte die Ministerin weiter mit. Eine verbesserte Förderung der Erzeugung würde die Märkte und Preise aber noch mehr unter Druck setzen: "Das kann nicht im Sinne der Bio-Erzeuger sein", sagte Kaniber.

Daher setze die Staatsregierung mit dem Landesprogramm "BioRegio 2030" auf den Ausbau des Markts für heimische Ökoprodukte. Es sieht unter anderem vor, dass bis in zehn Jahren in Bayern 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden. Zudem sollen etwa über Beratung und Forschung die Nachfrage und damit der Absatz heimischer Ökoerzeugnisse verstärkt werden.

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