Obstmarkt: Wann beseitigt Ihr endlich diesen Schandfleck?

Der Platz wird nicht als solcher wahrgenommen, der Straßenbelag ist marode, Gemütlichkeit nicht vorhanden – CSU und Grüne haben Vorschläge...
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Auch der Straßenbelag am Obstmarkt muss erneuert werden. Bislang besteht er aus einem Flickwerk – mehrfach aufgetragener Asphalt und Kopfsteinpflaster machen zum Beispiel Fahrradfahren zum Hindernis-Parcours...
Berny Meyer 3 Auch der Straßenbelag am Obstmarkt muss erneuert werden. Bislang besteht er aus einem Flickwerk – mehrfach aufgetragener Asphalt und Kopfsteinpflaster machen zum Beispiel Fahrradfahren zum Hindernis-Parcours...
...kritisiert Christine Seer von den Grünen.
bayernpress.com 3 ...kritisiert Christine Seer von den Grünen.
Für eine Umgestaltung: Die CSU-Stadträte Joachim Thiel (li.) und Sebastian Brehm nehmen Fraktionschef Michael Frieser in die Mitte.
Berny Meyer 3 Für eine Umgestaltung: Die CSU-Stadträte Joachim Thiel (li.) und Sebastian Brehm nehmen Fraktionschef Michael Frieser in die Mitte.

Der Platz wird nicht als solcher wahrgenommen, der Straßenbelag ist marode, Gemütlichkeit nicht vorhanden – CSU und Grüne haben Vorschläge...

NÜRNBERG Wissen Sie eigentlich, wo der Obstmarkt in Nürnberg beginnt, und wo er aufhört? Seit Jahren schon wird der Platz hinter der Frauenkirche nicht als solcher wahrgenommen. Sondern eher als Durchgangsstraße. Der Straßenbelag, ein Flickwerk aus Asphalt und Kopfsteinpflaster, ist marode. Der Schilderwald ist immens, Gemütlichkeit nicht vorhanden.

Jetzt wollen sowohl die Grünen als auch die CSU das Problem lösen. Öko-Partei und Konservative fordern: „Der Schandfleck muss schöner werden.“ Allerdings sind sich die Parteien nicht ganz einig, wie das erreicht werden soll.

Den Grünen etwa schwebt ein so genanntes „Shared Space“-Konzept vor. „Das heißt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger, Rad- und Autofahrer, den zur Verfügung stehenden Straßenraum teilen“, erklärt Christine Seer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Rathaus. „Zudem ist das Konzept dadurch gekennzeichnet, dass es keine Ampeln und Schilder mehr gibt. Die einzige Verkehrsregel, die noch gilt, ist ,Rechts vor Links’.“

Anwohner und Interessenverbände sollen in den Planungsprozess mit einbezogen werden

Die CSU dagegen hält vom „Shared Space“-Konzept eher wenig. „Es wäre zum Beispiel für Blinde ein Fiasko“, so CSU-Fraktionschef Michael Frieser, der sich auf Gespräche mit dem Blindenbund beruft. Christine Seer kontert: „Durch eine geeignete Straßenraumgestaltung – zum Beispiel einen Blindenleitstreifen – wird für alle Verkehrsteilnehmer eine Orientierung geschaffen.“

Der CSU schwebt nun ein öffentlicher städtebaulicher Ideenwettbewerb vor. „Davor müssten natürlich einige Leitlinien festgelegt werden“, so Frieser. Quasi ein Wunschzettel, den die teilnehmenden Architektur-Büros berücksichtigen müssten. Darauf stünden auf jeden Fall jede Menge neue Bäume, weitere Bepflanzung und die Forderung, den Verkehr (Autos und Busse) zu entschleunigen.

Immerhin: Einigkeit besteht bei den beiden Fraktionen darüber, dass alle Anwohner und Interessenverbände – wie etwa Bürgerverein, Altstadtfreunde, Behindertenverbände, ADFC und VAG – in den Planungsprozess mit einbezogen werden.

Wann der Obstmarkt letztlich umgestaltet wird, steht noch in den Sternen. Jetzt mahlen erstmal die Mühlen der Verwaltung... kes

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