Obstbauern: Mit brennenden Hackschnitzeln gegen den Frost

Lindau (dpa/lby) - Auf deutlich unter null Grad sinken derzeit nachts vielerorts in Bayern die Temperaturen. Um die Knospen vor dem Frost zu schützen, greifen manche Landwirte zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Obstbauer Andreas Willhalm aus Lindau beheizt seine Apfelbäume nachts mit brennenden Hackschnitzeln.
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Lindau (dpa/lby) - Auf deutlich unter null Grad sinken derzeit nachts vielerorts in Bayern die Temperaturen. Um die Knospen vor dem Frost zu schützen, greifen manche Landwirte zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Obstbauer Andreas Willhalm aus Lindau beheizt seine Apfelbäume nachts mit brennenden Hackschnitzeln.

"Man kann auch große Wachskerzen verwenden, die die ganze Nacht brennen", sagte Willhalm am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presseagentur. "Aber eine Kerze kostet zehn Euro, und pro Hektar braucht man etwa 400 davon." Hackschnitzel seien dagegen vergleichsweise günstig.

Doch auch seine Methode, die zarten Pflanzen vor der Kälte zu bewahren, sei aufwendig. Rund 20 Freiwillige seien während der Nacht auf der 15 bis 20 Hektar großen Fläche herumgegangen und hätten immer wieder neue Hackschnitzel aufgehäuft und angezündet.

Laut dem Augsburger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schützen nur wenige bayerische Obstbauern ihre Bäume mit Feuer vor dem Frost, da dies eine relativ teure Maßnahme sei. Manche verwendeten Räucherkerzen, andere versuchten es mit Bewässerung, erklärte eine Obstbauberaterin des Amtes.

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