Obacht! Bärenspuren im Allgäu: Was Ausflügler im Allgäu wissen müssen

Beim Wandern auf einen Bären zu treffen, wünscht sich wohl niemand. Im Allgäu könnte jetzt genau so ein Wildtier unterwegs sein. Darüber informiert das Landesamt für Umwelt.
Demnach wurde die Behörde am Dienstag über einen Losungsfund im südlichen Landkreis Oberallgäu informiert. Darunter versteht man Tierkot.
Dieser könnte "möglicherweise auf einen Bären schließen" lassen. Umgehend sei ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer zur Untersuchung der Losung entsandt worden.
Bärenspur: Wie die Behörden jetzt vorgehen
Die systematische Überprüfung der Umgebung auf mögliche weitere Spuren laufe. Dass das Landesamt die Lage ernst nimmt, macht die schnelle Reaktion deutlich: "Die genetische Auswertung der Proben wurde per Eilauftrag in die Wege geleitet."
Zur Verortung: Im schwäbischen Landkreis Oberallgäu liegen die Städte Kempten und Sonthofen.
Diese Regeln sollten Ausflügler beachten
Was aktuell gilt: Nutztierhaltern im Gebiet werde empfohlen, ihre Tiere nachts in Ställe zu bringen und Schutzmaßnahmen für die Herden zu ergreifen.
Was gilt für Ausflügler? "Die Bevölkerung vor Ort und Erholungssuchende werden gebeten, die Verhaltensregeln im Umgang mit Wildtieren zu beachten und bei Aktivitäten in der freien Natur aufmerksam und vorsichtig zu sein."

Konkret bedeutet das: Auf Wanderausflügen sei es mitunter wichtig, keine Essensreste oder Müll in der Natur zu hinterlassen. Das Landesamt hat auch Ratschläge, wie man sich im Ernstfall verhalten sollte: Zunächst sollte man von den Tieren Abstand halten. Nicht hektisch werden, sondern ruhig und gelassen bleiben. "Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch ruhiges Sprechen und langsame Armbewegungen auf sich aufmerksam. Rennen Sie nicht weg und nähern Sie sich dem Tier nicht."
Was man im Ernstfall nicht machen sollte
Was man auch dringend unterlassen sollte: dem Tier nachzustellen. Denn: "Das Tier könnte sich bedrängt fühlen und sich gegebenenfalls verteidigen." Auch sollte man nicht versuchen, das Wildtier zu verscheuchen, etwa mit Ästen oder Steinen.
Die Behörde empfiehlt, das Tier im Auge zu behalten und langsam den Rückzug anzutreten. Dem Bären sollte man "auf jeden Fall" eine Ausweichmöglichkeit lassen.