Obacht! Bärenspuren im Allgäu: Was Ausflügler im Allgäu wissen müssen

Im Allgäu gibt es den Verdacht auf einen Bären. Schnellstmöglich soll nun untersucht werden, ob die Spuren wirklich von dem Wildtier stammen. Was Ausflügler wissen müssen.
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So offensichtlich ist freilich kein Bär gesichtet worden, aber es gibt Kotspuren, die auf eines der Wildtiere im Allgäu hindeuten.
So offensichtlich ist freilich kein Bär gesichtet worden, aber es gibt Kotspuren, die auf eines der Wildtiere im Allgäu hindeuten. © Philipp Brandstädter/dpa

Beim Wandern auf einen Bären zu treffen, wünscht sich wohl niemand. Im Allgäu könnte jetzt genau so ein Wildtier unterwegs sein. Darüber informiert das Landesamt für Umwelt.

Demnach wurde die Behörde am Dienstag über einen Losungsfund im südlichen Landkreis Oberallgäu informiert. Darunter versteht man Tierkot.

Dieser könnte "möglicherweise auf einen Bären schließen" lassen. Umgehend sei ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer zur Untersuchung der Losung entsandt worden.

Bärenspur: Wie die Behörden jetzt vorgehen

Die systematische Überprüfung der Umgebung auf mögliche weitere Spuren laufe. Dass das Landesamt die Lage ernst nimmt, macht die schnelle Reaktion deutlich: "Die genetische Auswertung der Proben wurde per Eilauftrag in die Wege geleitet."

Zur Verortung: Im schwäbischen Landkreis Oberallgäu liegen die Städte Kempten und Sonthofen.

Diese Regeln sollten Ausflügler beachten

Was aktuell gilt: Nutztierhaltern im Gebiet werde empfohlen, ihre Tiere nachts in Ställe zu bringen und Schutzmaßnahmen für die Herden zu ergreifen.

Was gilt für Ausflügler? "Die Bevölkerung vor Ort und Erholungssuchende werden gebeten, die Verhaltensregeln im Umgang mit Wildtieren zu beachten und bei Aktivitäten in der freien Natur aufmerksam und vorsichtig zu sein."

Bayerns wohl bekanntester Bär: der ausgestopfte Bruno im Museum Mensch und Natur in München. Der junge Bär war im Sommer 2006 aus dem italienischen Trentino nach Bayern eingewandert.
Bayerns wohl bekanntester Bär: der ausgestopfte Bruno im Museum Mensch und Natur in München. Der junge Bär war im Sommer 2006 aus dem italienischen Trentino nach Bayern eingewandert. © Peter Kneffel/dpa

Konkret bedeutet das: Auf Wanderausflügen sei es mitunter wichtig, keine Essensreste oder Müll in der Natur zu hinterlassen. Das Landesamt hat auch Ratschläge, wie man sich im Ernstfall verhalten sollte: Zunächst sollte man von den Tieren Abstand halten. Nicht hektisch werden, sondern ruhig und gelassen bleiben. "Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch ruhiges Sprechen und langsame Armbewegungen auf sich aufmerksam. Rennen Sie nicht weg und nähern Sie sich dem Tier nicht."

Was man im Ernstfall nicht machen sollte

Was man auch dringend unterlassen sollte: dem Tier nachzustellen. Denn: "Das Tier könnte sich bedrängt fühlen und sich gegebenenfalls verteidigen." Auch sollte man nicht versuchen, das Wildtier zu verscheuchen, etwa mit Ästen oder Steinen.

Die Behörde empfiehlt, das Tier im Auge zu behalten und langsam den Rückzug anzutreten. Dem Bären sollte man "auf jeden Fall" eine Ausweichmöglichkeit lassen.

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