Nürnberger Kirche wegen Schadstoffen gesperrt

In einer Kirche werden erhöhte PCB-Werte gemessen. Doch wie kommen die chemischen Substanzen dorthin? Und wie können diese die Gesundheit schädigen?
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Die Kirche darf nicht mehr betretenen werden, bis es gelungen ist, die Schadstoffbelastung ausreichend zu senken. (Symbolbild)
Die Kirche darf nicht mehr betretenen werden, bis es gelungen ist, die Schadstoffbelastung ausreichend zu senken. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa
Nürnberg

Wegen Schadstoffen ist eine katholische Kirche in Nürnberg bis auf weiteres geschlossen. Untersuchungen hätten erhöhte PCB-Werte in der Raumluft der Kirche "Verklärung Christi" ergeben, teilte die katholische Stadtkirche mit. Deshalb dürfe die Kirche nicht mehr betretenen werden, bis es gelungen sei, die Schadstoffbelastung ausreichend zu senken. 

Die Abkürzung "PCB" steht für Polychlorierte Biphenyle, zu denen laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mehr als 200 verschiedene chemische Verbindungen zählen. Diese wurde über Jahrzehnte unter anderem als Weichmacher in Lacken, Kunststoffen und Baumaterialien eingesetzt. 

Substanzen inzwischen verboten

PCB bauen sich dem LGL zufolge nur langsam ab. Die Substanzen reichern sich im Organismus an, so dass die PCB-Belastung in der Nahrungskette zunimmt. PBC haben nach LGL-Angaben zwar eine geringe Toxizität, können sich aber im Körperfett ablagern und das Immunsystem stören. Seit 1989 ist die Herstellung und Verwendung dieser Stoffe in Deutschland verboten. 

Die Kirche "Verklärung Christi" wurde demnach 1970 gebaut und 1972 geweiht. Zu den Schadstoffmessungen kam es, weil eine Kindertagesstätte vorübergehend in den Keller des angrenzenden Gemeindezentrums ziehen sollte. Deshalb wurden dieses und die Kirche untersucht.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.