Nürnberg ganz plakativ
Über 40 Jahre lang entwarf Fritz Henry Oerter Plakate für die Noris: Ein neues Buch zeigt 130 davon – als Zeitreise zu prägenden Ereignissen der Stadtgeschichte
NÜRNBERG Kaum jemand hat das (Werbe-)Bild Nürnbergs in der Welt so zum Positiven beeinflusst wie Fritz Henry Oerter. Über 40 Jahre – von 1949 bis 1991 – entwarf der Stadtgrafiker Plakate, die das Geschehen in der Stadt begleiteten. Sein Stil wurde weit über die Region hinaus bekannt. Und seine Motive zeigten ein anderes Nürnberg als das der Stadt der Reichsparteitage und der Nazi-Prozesse. Ein neues Buch mit 130 Plakaten, vielen dokumentarischen Fotos und Texten von 16 Autoren würdigt Oerters Schaffen – und ist gleichzeitig eine Zeitreise in die Nürnberger Vergangenheit!
Seine Plakate fürs Spielzeugmuseum oder für den Tiergarten kennt fast jeder Nürnberger – aber auch für den Christkindlesmarkt hat Oerter Vieles entworfen. Ein Straßenbahn-Plakat für den Christkindlesmarkt 1951 war seine erste Arbeit. Einen ersten Preis heimste Oerter 1953 für ein Tiger-Plakat ein.
„Das Goethe-Institut war sehr interessiert an unseren Plakaten fürs Spielzeugmuseum“, erinnert sich Oerter. So schafften es seine Arbeiten in Ausstellungen auf der ganzen Welt. In Zeiten, in denen die Medien noch keinen so prägenden Einfluss hatten, prägte die Stadtgrafik unter Oerters Leitung das Bild Nürnbergs.
„Nürnberg – Zeitgeschichte
im Spiegel des Plakates 1951-1991“, 172 Seiten, erschienen im Tümmels Verlag, im Buchhandel für 34 Euro.
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