Nürnberg fahndet nach Manager: Schmedes neuer Kandidat?

Nach dem Fehlgriff mit Robert Palikuca braucht der 1. FC Nürnberg einen neuen Sportvorstand. Dieter Hecking gilt weiter als Top-Kandidat. Angeblich ist aber auch der Manager eines Ligarivalen in den Fokus gerückt.
| dpa
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Nürnberg/Osnabrück (dpa/lby) - Dieter Hecking? Benjamin Schmedes? Oder Mr. X? Die Spekulationen um den künftigen Sportvorstand des 1. FC Nürnberg reißen nicht ab. Nach dem früheren Pokalsieger-Coach Hecking wird Medien zufolge nun auch der Osnabrücker Sportdirektor Benjamin Schmedes als Kandidat für einen Führungsposten beim fränkischen Traditionsverein gehandelt.

"Ja, wir kennen das Interesse aus Nürnberg", räumte Osnabrücks Geschäftsführer Jürgen Wehlend in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) ein. Schmedes selbst wollte zum angeblichen "Club"-Interesse keine Stellungnahme abgeben. Auch die "Bild" und die "Nürnberger Nachrichten" hatten über die Personalie berichtet.

Dem "Kicker" zufolge prüft der Nürnberg Aufsichtsrat "derzeit mehrere Optionen und will sich frühestens Ende nächster Woche" festgelegen. Der erst in einem dramatischen Relegationsfinale gerettete Verein braucht einen Nachfolger für Robert Palikuca, der Ende dieses Monats nach nur einer Saison wieder gehen muss. Spätestens bis zum 3. August soll ein Nachfolger feststehen.

Als aussichtsreichster Kandidat gilt Hecking. Der 55-Jährige hat den FCN selber schon einmal drei Jahre bis zum Dezember 2012 erfolgreich trainiert und wurde später mit dem VfL Wolfsburg sogar Pokalsieger. Nach seinem Abschied beim Hamburger SV räumte er auch Kontakte zu seinem früheren Verein ein. Im Urlaub will sich Hecking dem Vernehmen nach Gedanken über eine Rückkehr machen.

Der langjährige Bundesligacoach ohne Vorstandserfahrung wäre die nominell große Lösung - Schmedes wäre auf den ersten Blick nur die kleine. Der 35-Jährige ist seit 2017 Sportdirektor zwar nur beim Nürnberger Ligarivalen VfL Osnabrück, galt aber schon vor Palikucas Verpflichtung als Job-Anwärter beim "Club".

Auch dank seiner Bauarbeiten am Kader stieg der VfL 2019 in die 2. Bundesliga auf und sicherte sich danach die Klasse. Ein Abschied von Schmedes, der noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021 besitzt, wäre der nächste Rückschlag für die Niedersachsen nach dem Abgang von Trainer Daniel Thioune zum HSV.

Und weitere Kandidaten? Immer wieder fiel auch der Name Christian Keller. Doch der Manager von Jahn Regensburg hat wohl kein Interesse am "Club"-Job. "Ich habe meinen Vertrag in Regensburg erst vor kurzem verlängert und ich habe auch grundsätzlich die Haltung, Verträge zu erfüllen", sagte er der "Bild".

Zumindest bis Ende des Monats leitet noch Palikuca die Geschäfte beim FCN, Nachwuchschef Michael Wiesinger unterstützt ihn dabei. Der Kader des neunmaligen deutschen Meisters muss nach dem Fast-Totalabsturz in der abgelaufenen Saison ein neues Gesicht bekommen. Ob nun Hecking, Schmedes oder ein möglicher Mr. X: Auf den Neuen wartet viel Arbeit.

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