Nürnberg entgeht in letzter Sekunde der Drittklassigkeit

Joker Fabian Schleusener hat mit einem Tor in letzter Sekunde das Horrorszenario für den 1. FC Nürnberg verhindert und den "Club" vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahrt.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Fabian Schleusener (l) vom 1. FC Nürnberg jubelt. Foto: Timm Schamberger/dpa/Archivbild
dpa Fabian Schleusener (l) vom 1. FC Nürnberg jubelt. Foto: Timm Schamberger/dpa/Archivbild

Ingolstadt - Joker Fabian Schleusener hat mit einem Tor in letzter Sekunde das Horrorszenario für den 1. FC Nürnberg verhindert und den "Club" vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahrt. Er traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:3 (0:0) beim FC Ingolstadt. Das reichte den Gästen aus Nürnberg am Samstagabend nach dem 2:0 im Hinspiel. Ingolstadt bleibt damit drittklassig, der "Club" nach der Relegation in der 2. Fußball-Bundesliga.

Das Ingolstädter Team von Trainer Tomas Oral stand kurz vor dem kleinen Fußball-Wunder im leeren heimischen Sportpark mit einer brillanten Effektivität nach ruhenden Bällen. Drei Freistöße von Marcel Gaus führten zu den Toren von Kapitän Stefan Kutschke (52. Minute), der erfolgreich abstaubte, sowie Kopfbällen von Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (62.). Dreimal agierte die "Club"-Abwehr viel zu passiv. Der vorsichtig beginnende Außenseiter hatte den Favoriten zuvor erfolgreich eingeschläfert - Orals Abwarte-Taktik ging bis kurz vor Ende blendend auf.

Die Ingolstädter Hoffnung trug vor dem Anpfiff eines denkwürdigen Abends einen Namen: Stefan Kutschke. Der Mittelstürmer, der beim Hinspiel verletzt gefehlt hatte, meldete sich fit. "Stefan ist als Typ unersetzbar", betonte FCI-Coach Oral. Die Rückkehr des baumlangen Rammbocks im Sturm war aber kein Signal zum Ingolstädter Sturmlauf. Vielmehr belauerten sich beide Teams 45 Minuten lang.

Hinten zu Null - das hätte für den "Club", der durch Mikael Ishak eine erste Kopfballchance hatte (9. Minute), genügt. Der FCI hatte seine einzige echte Torchance vor der Pause bei einem indirekten Freistoß, den Krauße aus 19 Metern knapp am Nürnberger Tor vorbeizirkelte (27.). Der Rest war Rasenschach - unspektakulär!

Das änderte sich nach der Pause. Dreimal flankte Gaus Freistöße in den Strafraum, dreimal landete der Ball im Netz. Das Entsetzen im "Club"-Lager war groß. Interimscoach Michael Wiesinger versuchte es mit Wechseln. Einen Kopfball von Joker Nikola Dovedan klärte FCI-Verteidiger Nico Antonitsch kurz vor der Torlinie (80.). Und dann kam Schleusener.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren