Bayern setzt Lkw-Fahrverbot aus – wegen Niedrigwasser

Das Niedrigwasser auf Wasserstraßen hat nun auch Folgen für den Straßenverkehr in Bayern. Wie andere Bundesländer setzt der Freistaat das Lkw-Sonntagsfahrverbot aus, um Lieferengpässe zu vermeiden.
AZ/dpa |
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Güter auf die Straße heißt es wegen des Niedigwassers kurzzeitig auch in Bayern. (Symbolbild).
Güter auf die Straße heißt es wegen des Niedigwassers kurzzeitig auch in Bayern. (Symbolbild). © Jan Woitas/dpa
München

Nun auch Bayern: Ab kommendem Wochenende wird im Freistaat wegen des Niedrigwassers auf wichtigen Wasserstraßen vorübergehend das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen ausgesetzt. "Mit der Aufhebung des Fahrverbots können kritische Güter wie Rohstoffe, Chemikalien und Energieträger auf die Straße umgelenkt werden", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Entscheidung. 

Die Maßnahme könne helfen, Lieferketten zu stabilisieren, vor allem wolle man auch Produktionsstopps in der Industrie verhindern, sagte Herrmann. "Wir wollen den Ausfall der Binnenschifffahrt und die Belastung der Wirtschaft so zumindest teilweise auffangen, indem wir für die Speditionen auch am Wochenende kurzfristig Transporte ermöglichen."

Minister: Produktion muss weiterlaufen

Die Lockerung sei ein wichtiger Baustein, um das historische Niedrigwasser auf den Bundeswasserstraßen abzufedern, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). "Die Produktion muss weiterlaufen, Wirtschaft und Landwirtschaft sind auf funktionierende Transporte angewiesen."

Genaue Regeln würden derzeit noch erstellt, hieß es bei den Ministerien. 

Das anhaltende Niedrigwasser beeinträchtigt insbesondere den Gütertransport auf wichtigen Wasserstraßen. Durch die eingeschränkten Transportkapazitäten auf den Flüssen müssen zunehmend Güter auf andere Verkehrsträger verlagert werden.

In mehreren Bundesländern wurde das Fahrverbot für bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen bereits vorübergehend aufgehoben, darunter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Auch Baden-Württemberg hat sich inzwischen für eine vorübergehende Aufhebung entschieden.

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  • Gelegenheitsleserin vor 6 Stunden / Bewertung:

    Ich habe gehört: Wenn man ein Binnenschiff mit 3.000 Tonnen und einer vierköpfigen Besatzung ersetzen will, braucht man 150 Lastwagen - und entsprechend viele Fahrer.
    Fahrer fehlen jetzt schon - und werden auch nicht mehr, wenn man sonntags fahren darf.

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  • Der wahre tscharlie vor 4 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Gelegenheitsleserin

    Richtig. Wobei die Tonnage noch niedrig gerechnet ist.
    Ein Schiff mit 10 000 Erz zur Stahlproduktion in den Hochöfen, wie will man das auf die Strasse bringen? Bei 40 Tonnen pro LKW......

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  • Der wahre tscharlie am 11.08.2026 18:55 Uhr / Bewertung:

    Aktionismus pur vom neuen Verkehrsminister.
    40 000 Fahrer sollen fehlen. Wer fährt dann am WE?
    Und was ist mit den Lenk-und Ruhezeiten, besonders mit der Wochenendruhezeit?
    Weiß die Politik eigentlich, was für eine Geldstrafe ich in Frankreich bezahle, wenn die meine Fahrerkarte über die letzten 30 Tage auslesen und ich habe meine WE-Ruhezeit nicht eigehalten? Da bin ich ruckzuck bei einem vierstelligen Betrag, incl. Stillegung für die Dauer der Ruhezeit.
    Zahlt der Verkehrsminister dann die Geldstrafe? Schließlich hat er das angeordnet.

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