Niedriger Wasserpegel an beliebtem See in Bayern: Schifffahrt ist eingeschränkt

Die Schifffahrt leidet aktuell unter dem niedrigen Wasserpegel. So kommt es am Chiemsee wegen Niedrigwassers im Betrieb zum Teil zu Einschränkungen: Ab dem kommenden Montag (3. August) können die beiden Anlegestellen Seebruck und Übersee/Feldwies nicht mehr angefahren werden. Das hat die Chiemsee-Schifffahrt der AZ mitgeteilt.
Niedrigwasser: Chiemsee-Schifffahrt kündigt Änderungen im Fahrplan an
Die nächstgelegenen Anlegestellen für Fahrgäste aus Seebruck befinden sich in Gstadt und Chieming. Für Fahrgäste aus Übersee/Feldwies stehen die Anlegestellen Bernau und Chieming zur Verfügung. Die "Große Chiemseetour" werde vorerst "ohne Halt in Seebruck" stattfinden, teilte die Chiemsee-Schifffahrt weiter mit. Alle übrigen Kursfahrten verkehrten momentan regulär gemäß dem Sommerfahrplan.

Wasserpegel für einen Sommer "sehr ungewöhnlich"
Der niedrige Wasserstand sei für einen Sommer "sehr ungewöhnlich", so Michael Feßler von der Geschäftsleitung bei der Schifffahrt am Chiemsee zur AZ. Er hofft für die kommenden Wochen auf "genügend Regen". Der Wasserstand im Chiemsee liege (Stand Freitag) bei 517,84 Metern. "Wir gehen davon aus, dass er am Wochenende noch einmal fällt." Zum Vergleich: Der Jahresdurchschnitt bewegt sich Feßler zufolge "bei 518,20 Metern" – ein Unterschied also von 36 Zentimetern.

Schon Ende Mai war es wegen Niedrigwassers bei der Chiemsee-Schifffahrt zu vorübergehenden Einschränkungen gekommen – damals konnte der Halt in Seebruck für mehrere Tage nicht mehr angesteuert werden.